19. DES ZEHNTEN MONATS (TÉVET) DES JAHRES 5778/
6. JANUAR 2018
Torahlesung: Schemót/Namen/„2.Mose” 1,1-6,1
Haftaráh: Ieschaiahu/Jes. 27,6-28,13; 29,22-23
Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe
(aus dem Spanischen übersetzt von MK)
Copyright © 2017 von Julio Dam. Wir laden unsere Leser ein, unsere Website im Internet zu besuchen: www.beitshalom.org. Dort können Sie viele kostenlose Artikel und Paraschót und Bücher in spanisch, englisch und deutsch finden. Alle Urheberrechte vorbehalten. Reproduktion, Verkauf oder Vertrieb im Internet ohne schriftliche Erlaubnis des Autors verboten. Wenn Sie die Lehre dieser Parascháh ins Internet stellen, ausdrucken oder mündlich wiedergeben, müssen Sie den Namen des Autors und die Identifikationsdaten erhalten und erwähnen. Die Missachtung dieser Rechte des Autors wird von Elohím geahndet.
Be‘Reshít/Am Anfang/„1.Mose” 32:25,28-29: „und blieb allein. Da rang ein Mann mit ihm, bis die Morgenröte anbrach. … und er sprach: Wie heißt du? Er antwortete: Jaaqóv. Er sprach: Du sollst nicht mehr Jaaqóv heißen, sondern Israel; denn du hast mit Elohím … gekämpft und hast bestanden…“
Wir leben in einer Welt, in der die Kultur der Persönlichkeit herrscht, statt dass man die Moral und Ethik des Menschen wertachtet. Der Ausdruck „Persönlichkeit“ kommt aus dem Latein „Persona“ und bedeutet unter anderem: „Maske“ - da die Schauspieler der griechischen Tragikomödien sich Masken aufsetzten, um eine bestimmte Person darzustellten. Wir in der heutigen, modernen Welt lebenden Menschen tragen ähnliche Masken, oft um vor anderen etwas zu sein vorzugeben. Die Marktwirtschaft bestimmt die vorherrschende Kultur, und diese schreibt vor, was man zu tun und/oder zu lassen hat, wie man sich hervortun oder mit anderen klarzukommen hat und wie eine angenehme Persönlichkeit, d.h., eine gute Maske aussieht. Für die „Welt“
(und oft auch für uns selbst) ist unsere Persönlichkeit das was zählt, statt einem moralischen und ethischen Charakter, wie Elohím es für uns wünscht.
Unsere Persönlichkeit ist nichts weiter als eine Rolle, die wir zu spielen versuchen, um Erfolg zu haben, im Leben, bei der Arbeit und sogar in unseren zwischenmenschlichen Beziehungen. Eine „bessere Persönlichkeit“ bedeutet (in der Praxis) eine bessere Rolle im Theater des modernen Lebens. Die Persönlichkeit ist also die Summe der wechselnden Rollen, der verschiedenen Identitäten, die wir im täglichen Leben annehmen, um die Wünsche anderer zu befriedigen und um nicht anzuecken.
Der moralische und ethische Charakter ist dagegen das, was wir im Innern SIND, unser Ich, das sich manchmal fürchtet, an die Oberfläche zu kommen, weil es nicht der „Mode“ entspricht. Jede Kultur und sogar jedes Land innerhalb eines Kulturkreises hat „Star-Persönlichkeiten“, die es nachzuahmen drängt. Und wir versuchen dann wie Schäfchen, den Anforderungen der jewiligen Kultur gerecht zu werden. In der lateinamerikanische Kultur ist beispielsweise bei einem Mann ein Lächeln „nicht angebracht“. Ein Mann muss ein „Machogesicht“ aufsetzen und möglichst einen Schnurrbart haben. DAS ist „Persönlichkeit“ – für DIESE Kultur, oder war es jedenfalls für Jahrzehnte. Für eine andere dagegen nicht!
DAS WELTWEITE MESSIANISCHE JUDENTUM ELOHÍMS VERBREITEN DURCH IESCHÚA
Torahlesung: Be‘Reschit/Am Anfang/„1.Mose” 47:,28-50,26
Haftarah: Melachim Alef/1.Könige 2,1-12
Von Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe
(aus dem Spanischen übersetzt von MK)
Copyright 2017 von Julio Dam. Verkauf und/oder Reproduktion oder Plagiat, sowohl der Parascháh an sich, wie des Vokabulars in hebräisch und seiner Definition (Glosar), sei es per Internet, Druck oder Fotokopie, ohne schriftliche (oder per E-mail) Erlaubnis des Autors verboten Übertreter dieser Rechte werden von Elohím geahndet.
In dieser Parasháh sehen wir wie Jósef einige sehr ernste Probleme in seinem Leben hatte, wesentlich ernster als die Probleme, mit denen wir uns im Leben rumplagen, selbst wenn wir uns einbilden, unsere wären ernster.
Doch Elohím löste die Probleme Jósefs, so wie Er unsere löst - oft ohne dass wir es bemerken und oft mit einer Geschwindigkeit die uns in Erstaunen versetzt und uns unendlich erfreut, weil wir darin Seine Hand in unserem Leben wahrnehmen.
Jene von uns, die wir Seinen Anweisungen und Geboten zu folgen trachten, brauchen keine Angst zu haben, noch uns zu sorgen, noch brauchen
wir die negativen Gefühle, mit denen die meisten Menschen sich herumplagen, weil WIR UNS IN DEN BESTEN HÄNDEN BEFINDEN!
Elohím benutzt Menschen die Ihm folgen - und auch Menschen die Ihm nicht folgen – als Instrumente oder Er benutzt den jüdischen Tanách oder die Bibel oder die Medien, um uns zu helfen, um sich uns mitzuteilen und um uns wissen zu lassen, dass Er unsere Bitten und unsere dringenden Bedürfnisse hört, schon bevor wir ein Gebet formuliert haben. Ich nehme an, wir alle sind treue Zeugen dessen, da wir dies bereits persönlich erlebt haben.
Um diese Hilfe und Kommunikation leichter zu machen, bieten wir im Folgenden einige Regeln, die uns helfen sollen in unser Beziehung zu Ihm.
Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe
(aus dem Spanischen übersetzt von MK)
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Elohím schenkt uns große Segnungen/Brachót und tut Wunder zugunstenen jener, die wir Seine Gegenwart in unserem Leben haben, wie Er es mit Josef getan hat. Als der Pharóh von Ägypten/Mitzráim die Haltung und das Verhalten Josefs gegenüber seinen Bedürfnissen und sein Verhalten sah, da gefiel er ihm, und als Folge davon hatte Josef ein erfolgreiches Leben im Dienst am Monarchen Ägyptens/Mitzráim als zweitmächtigster Mann im Reich.
Die Haltung Josefs (die wir in Be‘R./„1.Mose“ 41,15-16 sehen) zeigt uns, zum einen, das Herz Josefs - willig, zu helfen und nützlich zu sein - und zum anderen, stellte er Elohím als den Geber von allem vor und nicht sich selbst als Josef, der Mann der Lösungen.
Unsere Haltung zeigt wer wir sind und macht uns erfolgreich (oder erfolglos) in unserer Beziehung zu Elohím und unseren Mitmenschen.
In manchen Gesellschaften der Geschichte (und auch heute) ist Wissen und Können der Schlüssel zum Erfolg. Wenn man etwas kann hat man´s in der Hand. In anderen Gesellschaften ist der Schlüssel, die richtigen Leute zu kennen (Kontakte zu haben) nicht das Können. Doch es gibt einen Schlüsselfaktor, der den Erfolg dauerhaft macht, nicht nur der Schlüssel, der die Tür zu einer erfolgreichen Laufbahn oder einer fruchtbaren Beziehung öffnet. Dieser Schlüsselfaktor ist die Haltung. Alles beginnt mit einem Gedanken. Der Gedanke bringt die Emotionen und die Folge ist eine bestimmte Haltung, die sich zuletzt im Verhalten äußert. Gedanke-Emotionen-Haltung-Verhalten. Es ist unsere Haltung die bestimmt, ob wir erfologreich oder erfolglos, besorgt oder getrost sind, und es liegt in unserer Hand, jeden Schritt dieses Prozesses zu kontrollierren.
Die erste Haltung Josefs war: zu helfen und Elohím alle Ehre/Kavód zu geben.
Die zweite Haltung Josefs war: das Verhalten, das er hatte als seine Brüder vor ihm erschienen (Be’R./„1.Mose“ 42,7-8). Obwohl er sie erkannte, sie ihn jedoch nicht, redetet er zuerst hart zu ihnen und fragte sie, woher sie kämen. Später, in Vers 24 sehen wir dass Josef sich zurückzieht und weint und beschließt ihre Säcke mit Korn zu füllen und jedem sein Geld zurückzugeben. Und er gab ihnen Nahrung mit auf den Weg. Diese Haltung, als Mensch und in schweren Situationen, steckt tief in uns. Ebenso die Interpretation der Brüder, die wir in Vers 28 sehen, wo diese mit Jaaqóv reden und ihm sagen, dass sie hart und als Spione behandelt worden sind. Das waren Josefs Worte.
Diese Haltungen beginnen, wie wir oben schon sagten, mit unserer Art zu denken, dann mit unseren Emotionen, was zu den unterschiedlichen Haltungen und Verhaltensweisen führt.
Elohím berät uns jedoch, damit wir gesunde Haltungen für uns und andere erlangen. Diese finden wir u.a. in 1.Thess.5,16-18 „Seid allezeit fröhlich! Betet ohne Unterlass! Seid für alles dankbar; denn das ist der Wille Elohíms für euch, in Ieschúa ha‘Maschíach“.
Zu verstehen, was in Römer 8,28 steht ist sehr wichtig, um all das zu verstehen, was uns passiert. „Wir wissen aber, dass denen, die Elohím lieben, alle Dinge zu ihrem Besten dienen, das heißt, jenen, die nach Seinem Vorsatz berufen sind“.
Den nächste Punkt finden wir in Jer./Irmeiáhu 29,11 „Denn Ich weiß, was für Gedanken Ich über euch habe, spricht ADONÁI, Gedanken des Friedens/Schalóm und nicht des Leides, euch den Ausgang zu geben, den ihr erhofft“.
In Jes./Ieschaiáhu 55,8-9 finden wir das Wort, das wir immer vor uns haben sollten, weil es unseren Glauben/Emunáh und unsere Treue zu Elohím erhalten wird. „Denn Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht Meine Wege, spricht ADONÁI; sondern soviel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch Meine Wege höher denn eure Wege und Meine Gedanken als eure Gedanken“.
Und ein weiterer Rat, den wir immer beachten sollten ist Ps./Teh.34,13-15+20 (12-14+19): „Wer ist der Mann, der Leben begehrt, und Tage möchte, um das Gute/Tov zu sehen? Behüte deine Zunge vor Bösem und deine Lippen, dass sie nicht Trug reden, weiche vom Bösen und tue Gutes/Tov, suche Frieden/Schalóm und jage ihm nach!“ „Der Gerechte hat viel zu leiden; aber ADONÁI rettet ihn aus dem allem“.
Dies ist nur eine Zusammenfassung von all dem, was wir tagtäglich einüben sollten, um uns, wie Josef, eine gute Haltung zu bewahren, und wie er den Segen/Bracháh Elohíms in unserem Leben zu haben. Beginnen wir doch einfach damit, diese Haltungen einzuüben und daran zu arbeiten:
Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe
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Obwohl Elohím in Ägypten/Mitzráim mit Josef war und ihm Gelingen gab sind ihm dort einige sehr harte Dinge passiert, wie wir in Be‘Reschít/Am Anfang/„1.Mose” 39,2-3 lesen können. Wie die Toráh es klar sagt, kam er überall und bei allen gut an (39,4). Elohím segnete sogar das Haus des Ägypters (39,5) einzig und allein weil Josef dort war. Die Frau seines Herrn bedrängte ihn, mit ihr zu schlafen, aber Josef weigerte sich und verließ eilig den Raum. Dabei ließ er ein Kleindungsstück zurück, das die Frau benutzte, um ihn anzuklagen, dass er es gewesen sei, der mit ihr habe schlafen wollen (39,17-19).
Betrachten wir uns diese Situation von außen (objektiv), sehen wir die große Gefahr, die der Ruf Josefs lief, und wie jene, welche die Frau des ägyptischen Herrn hörten, Josef gesehen haben mögen. Wem würden Sie glauben, Josef oder der Frau des Ägypters? Die Toráh sagt uns jedoch die Wahrheit: es war die Frau des Ägypters, welche zur Sünde zu verleiten suchte und nicht Josef. Josef ließ sich nicht zur Sünde zerren, einzig und allein deshalb, weil er wusste, dass Elohím alles sieht, was passierte, und weil er sich rein halten wollte vor Elohím.
In unserem Leben gibt es ähnliche Situationen, wo der Ruf eines Menschen der mit Elohím geht, auf dem Spiel steht. Und die Mitmenschen nehmen natürlich die einfachste Erklährung, selbst wenn die Dinge nicht ganz so sind, wie im Fall Josefs, der keinerlei Schuld hatte. Außerdem ist Josef ein gutes Beispiel davon, wie wir auf Versuchungen reagieren sollten: mit Furch vor Elohím.
Julio Dam
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Be‘Reshít/Am Anfang/„1.Mose” 32:25,28-29: „und blieb allein. Da rang ein Mann mit ihm, bis die Morgenröte anbrach. … und er sprach: Wie heißt du? Er antwortete: Jaaqóv. Er sprach: Du sollst nicht mehr Jaaqóv heißen, sondern Israel; denn du hast mit Elohím … gekämpft und hast bestanden…“
Unser Leben mit Elohím –wenn es geistlich gesehen erfolgreich ist- muss gekennzeichnet sein durch permanente Veränderung. Diese Veränderung spiegelt sich wider in der Namensänderung: von Jaaqóv (an der Ferse packen/anschmieren) in Israel (rechtschaffen in Elohím).
Jetzt, nach vielen Jahren, hat Elohím uns geistliches Verstehen dafür gegeben, dass wir „erneuert werden“ verstehen sollen als „TAGTÄGLICH ERNEUERT WERDEN! “ Wir sollen uns nicht nur etwa alle zwanzig Jahre oder einmal im Jahr erneuern, sondern täglich, jederzeit, sollten wir den Heiligen Geist/Rúach ha’Qódesch in unserem Geist/Rúach suchen und den Vater bitten, uns zu erneuern, sowohl mental, wie emotional, wie geistlich.
In dieser Erneuerung sind zwei gut erkennbare Etappen auszumachen. Die erste ist wenn wir Ieschúa als Messias und Elohím annehmen und den Heiligen Geist/Rúach ha’Qódesch bekommen (wenn wir Ihn empfangen). In dieser ersten Etappe geschieht alles plötzlich und erfolgreich. Elohím kümmert sich darum, uns zu verändern, fast unbemerkt und ohne dass wir selber uns anstrengen müssten. Diese Etappe könnten wir „Verlobung“ mit Elohím nennen, und wir alle haben sie erlebt. Elohím sensibilisiert uns für alles Geistliche, wir sehen alles mit neuen Augen, als wären wir „von Oben“ geboren… und genau so ist es. Dies ist die Etappe des „Jaaqóv-WURDE-verwandelt-in-Israel“. Eine übernatürliche Etappe, die leider vorübergeht. Wir jedoch bleiben.
Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe
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Be‘Reschít/Am Anfang/„1.Mose” 28,10-12: „Und Jaaqóv zog aus/wa‘ietzé von Beer Shéba („sieben Brunnen“) und wanderte gen Charán. Und kam an einen Ort, und übernachtete da; denn die Sonne war untergegangen. Und er nahm einen von den Steinen jenes Ortes und machte ihn zu seinem Kopflager und legte sich an dem Ort nieder. Und er träumte; und siehe, eine Rampe/Sulám war auf die Erde gestellt, die rührte mit der Spitze bis an die Himmel. Und siehe, die Engel/Malachím Elohíms stiegen darauf hoch und runter. Und so stand ADONÁI bei ihm….“
In Be‘Reschít/Am Anfang/„1.Mose” Kapitel 11 ist die Rede vom Turm in Babél (von „Bilbúl“=Vermischung/Durcheinander). Nimrod, der falsche-Retter („Antichrist“) bringt seine Nachfolger dazu, einen Turm zu bauen mit vom Menschen fabrizierten Backsteinen. Diese sind ein klares Bild der permanenten Versuche des Menschen (und hinter diesem: des Feindes/ha‘satáns), Elohím vom Thron zu stoßen, um selber zu regieren - und seine eigene Sprache zu sprechen, nicht die Elohíms (hebräisch). Dieser Versuch des ersten menschlichen Rebellen (der erste geistliche Rebell war ha‘satán) ist was man heutzutage als Gog kennt. Und dieser ist schon aktiv am Wirken, jedoch verdeckt, so dass niemand erfasst, von wem die Rede ist.
Im Kontrast dazu erscheint in dieser Parascháh ein Traum Jaaqóvs, in dem dieser eine Rampe/Sulám (in Form einer Wendeltreppe) sieht, auf der Engel/Malachím Elohíms hoch und runtersteigen. Die Rampe/Sulám ist, im absoluten Gegensatz zum Turm von Babél, von Elohím gebaut, um Seinen Kindern Zugang zu Ihm zu geben, wie Jaaqóv/Israel es treffend ausdrückt: „Haus Elohíms und Tür zu den Himmeln“.
Im Leben des messianischen Juden bietet sich uns permanent (Tag für Tag und Minute für Minute) diese Alternative: unseren eigenen Turm von Babél zu errichten, mit von Menschen hergestellten Backsteinen, oder Elohím um Rat und Offenbarung zu bitten, indem wir Seine Rampe/Sulám hochsteigen, und auf diese Art und Weise eine innige Beziehung, ein Teté-a-Teté mit Ihm leben.
Julio Dam
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Be‘Reschít/Am Anfang/„1.Mose” 28,2: “Mache dich auf und ziehe nach Padán Arám, in das Haus Betuels, des Vaters deiner Mutter, und nimm dir von dort eine Ehefrau von den Töchtern Laváns, des Bruders deiner Mutter.“
So wie mit Jakob/Iaaqóv hat Elohím für einen jeden von uns ein Lebens-Projekt, eine Arbeit, einen Weg. Er hat eine Bestimmung für uns. Er hat unsere Zukunft geplant, Ihre und meine, und Er hat uns eine gute Bestimmung zugedacht, einen Ort der Freude und des Wohlseins.
In Matth.7,11 heißt es: „Wenn sogar ihr, die ihr arg seid, euren Kindern gute Gaben zu geben versteht, wieviel mehr wird euer Vater in den Himmeln denen Gutes geben, die Ihn bitten!“
Und in Jakob/Iaaqóv 1,17: „Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk ist von Oben und kommt vom Vater der Lichter, bei welchem keine Veränderung ist, und kein Schatten von Wechsel“
Unsere vorherbestimmte Bestimmung (oder Schicksal) zu entdecken (im Zusammenwirken mit unserem freien Willen), erlaubt uns, die absolut bestmögliche Art von Leben zu leben. Folglich haben wir die Herrschaft und Macht nur, wenn wir die Bestimmung Elohíms für unser Leben akzeptieren und in ihr wandeln. Wahre Freude und Friede und geistlicher und materieller Wohlstand besteht darin, zu wissen, wer Sie in Elohím sind. Die Bestimmung ruft jeden von uns unterschiedlich, weil wir alle verschieden sind. Manche haben den Drang, etwas zu beginnen oder an entfernte Orte zu reisen oder immer weiter zu studieren oder ihr Leben ganz Elohím zu widmen. Dies sind nur ein paar Beispiele, wie Elohím uns an die uns von Ihm gewählte Bestimmung bringt. Doch die Frage ist: werden Sie auf Seinen Ruf antworten?
Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe
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Der Abschnitt dieser Parascháh handelt von den letzten Lebenstagen unserer Matriarchin Sarah. Der Titel der Parascháh ist jedoch ’das LEBEN Sarahs“. Warum?
Dies könnte man folgendermaßen erklären: Ein Schiff wird gewöhnlich vom Stapel gelassen, indem eine Patin eine Champagnerflasche an den Bug des Schiffes wirft. Wer würde jedoch Chanpagner werfen, wenn das Schiff alt und vergessen und zu nichts mehr nütze in einem Hafen vor Anker liegt, nachdem es ausgedient hat?
So ist unser Leben: Man feiert die Geburt und die Geburtstage wenn wir noch nichts wirklich Wertvolles geleistet haben und noch keiner weiss, wie wir enden werden. Niemand jedoch feiert unseren Tod, noch den anderer. Das Judentum und das messianische Judentum sollte dagegen das Leben und den Tod Saras und ihres Ehemannes Avrahám feiern, die ein Leben gelebt haben, das es wert ist, nachgeahmt zu werden und von ihnen zu lernen. Denn erst dann, wenn das Leben vorbei ist, kann man sehen was sie geleistet haben und von ihnen lernen. Und im Falle von Avrahám und Sarah ist dies sehr viel.
Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe
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Be‘Reschít/Am Anfang/„1.Mose” 21,2-3: „Und Saráh empfing und gebar dem Avrahám einen Sohn in seinem Alter, zur bestimmten Zeit, wie ihm Elohím (durch den Engel/Málach) versprochen hatte. Und Avrahám nannte seinen Sohn, der ihm geboren ward, den ihm Saráh gebar, Itzcháq/יצחק (er lachte)“.
Mischléi/Sprüche 22,6 „Gewöhnt man einen Knaben an den Weg, den er gehen soll/Chanóch le‘Naár al-Pí Darko, so lässt er nicht davon, wenn er alt wird!“
Im Tanách sehen wir, wie Avrahám (Patriarch der Nation Israel) die ihn Umgebenden mit seinem Vorbild dazu trainierte, zu sein, wer sie sein und was sie tun sollten, von seinen Kindern und Enkeln bis zu seiner Ehefrau.
„Chinúch“ bedeutet „Erziehung“, „Training“ und „Einweihung“. Nichts ist so wichtig wie die Phase der Einweihung. Diese ist eine Richtschnur, nach der sich alles weitere richtet. Es ist die Landkarte, die uns die Richtung angibt. Im Leben eines messianisch-jüdischen Kindes oder Jugendlichen ist Chinúch die Einführung für unsere Kinder und Enkel zu einem messianisch-jüdischen Leben.
Vom Chinúch aus erlebt das messianisch-jüdische Kind seinen Eintritt in alles, was das messianisch-jüdische Leben ausmacht. Alle Werte und Ideale eines messianischen Juden, wie beispielsweise das Vertrauen auf Elohím, das Studium der Toráh und des Erneuerten Bundes und die nötigen positiven Charaktermerkmale werden in den zartesten und einprägsamsten Jahren seines Lebens in die Seele des messianischen Juden geprägt: in der Kindheit.
Julio Dam
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Be‘Reschít/”1.Mose” 6,4: “Die Nefilím/Gefallenen waren auf Erden in jenen Tagen, und auch später. Die Söhne Elohíms kamen und hatten Geschlechtsverkehr mit den Frauen, und diese gebaren ihnen Kinder. Diese (Nefilím) waren die Giborím/Starken, die von alters her berühmt gewesen sind, die Berühmten”
In dieser Woche untersuchen wir etwas, was perfekt in unsere Zeit passt: wie die drei von Elohím geschaffenen Welten (die physisch-materielle, die mentale und die geistliche) in der Zeit Nóachs und des Turmbaus zu Bavél anfingen, gegeneinander zu wetteifern, und bis heute geht der Wettkampf weiter. Und er wird auch nicht aufhören, bis eine der drei die anderen zwei besiegt und die messianische Ära, das Millenium, anfängt.
Elohím hat das Universum „zu Seinem Schatten und Ebenbild“ geschaffen, in drei Teilen oder Dimensionen, genau wie Er selbst sie hat: Körper/Gúf, Psyche/Seele/Néfesch und Geist/Rúach. Diese drei Teile reproduzierten sich in den drei Söhnen Nóachs (der Name Nóach bedeutet „innerer Friede“, „Ruhe“, „angenehm“). Die drei Söhne Nóachs bilden zusammen die Menschheit, wie wir sie heute kennen. Schém/Sem symbolisiert den geistlich gesinnten Menschen und deren Nachkommen, das Volk Israel. Iafét/Jafet symbolisiert den mental, seelisch gesinnten Menschen und deren Nachkommen, die sich von ihrer Psyche, hauptsächlich durch eine Ideologie leiten lassen. Und Chám/Kam symbolisiert den fleischlich gesinnten Menschen und deren Nachkommen, die sich leiten lassen von ihren Instinkten und fleischlichen Lüsten oder Trieben. Gemeinsam bilden sie die 192 Nationen unserer bedeutungsvollen Welt des XXI. Jahrhunderts.
Im ersten Kapitel dieser Parascháh, in 1.Mose/Be’Reschít 6, werden zwei Arten von Mensch genannt: der fleischliche und der geistliche. In „1.Mose“/Be’Reschít 6,1-5 werden zum ersten Mal die niedrigsten aller Menschengeschöpfe genannt, Produkt der sexuellen Vereinigung der Gefallenen/Nefilím mit den „Menschentöchtern“. Nefilím wird meist falsch übersetzt als „Riesen“. Die richtige Übersetzung ist: „Gefallene“, (von nafál=gefallen). Die Toráh bezieht sich hier auf die Engel/Malachím, die sich dem Widersacher/ha‘satán anschlossen, und so aus dem Garten/Gan Éden herausgeworfen wurden, weshalb Elohím sie „Gefallene/Nefilím“ nennt. Heutzutage nennen wir sie Dämonen/Scheidím. Das natürliche Resultat der Vereinigung dieser Nefilím mit den menschlichen Frauen war die Korruption, die von den „Starken/Giborím“ herkommt. Diese Giborím sind die Starken, die sich gegen Elohím erheben, die gottlos sind, ohne jede Moral, pervers und den fleischlichen Lüsten verfallen, total verdorben und sittenlos. Deshalb beschloss Elohím, sie zu verderben und neu anzufangen mit dem einzigen „Tzádiq/der gerade geht“: Nóach.