Viernes, 15 Mayo 2020 12:09

PARASCHÁH 32-33: BE'HAR (SINAI) / בהר / AUF DEM BERG (SINAI) - BECHUQOTÁI / בחקתי / IN MEINEN SATZUNGEN

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DAS WELTWEITE MESSIANISCHE JUDENTUM ELOHÍMS VERBREITEN DURCH IESCHÚA

PARASCHÁH 32-33
BE'HAR (SINAI) / בהר / AUF DEM BERG (SINAI)
BECHUQOTÁI / בחקתי / IN MEINEN SATZUNGEN

22. TAG DES 2. MONATS DES JAHRES 5781
16 MAI 2020

Torahlesung: Wa'iqrá / Und rief / „3.Mose” 25,1 – 27,34
Haftaráh: Irmijahu / „Jer.” 16,19 – 17,14

Von Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe
(aus dem Spanischen übersetzt von MK)

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Waiqráh/Und rief/”Lev.” 25,20: „Und wenn sie sagen sollten: Was sollen wir im siebten Jahre essen? Denn wir säen nicht und sammeln auch keine Früchte ein!’”

KOMMENTAR DER PARASCHÁH

UNSER VERTRAUEN/BITACHÓN IN ELOHÍM ENTWICKELN

 

 

Diese Parascháh handelt von einem uns allen gut bekannten aber meist noch nicht richtig in uns aufgenommenen Thema: das Vertrauen/ Bitachón/ בִּטַחוֹן in Elohím, jeden Tag unseres Lebens auf dieser Erde und in jeder Situation. „Was sollen wir essen?“ ist die Frage, die wir uns auf die eine oder andere Art und Weise stellen, wenn die finanziellen Probleme uns überwältigen. Und genau hier ist es, wo das Vorhandensein oder Fehlen unseres Vertrauens/ Bitachón/ בִּטַחוֹן in Elohím zur Anwendung kommt. 

Vertrauen/ Bitachón/ בִּטַחוֹן war immer schon ein Synomym für Glaube/ Emunáh/ אֶמוּנָה. Bis ins Mittelalter hinein ging es beim Glauben/ Emunáh/ אֶמוּנָה nie darum, zu glauben, dass es einen Elohím (oder „Götter“) gibt. Die ganze Menschheit glaubte an ein Höheres Wesen, sei dies nun die Sonne oder sonst eine Gottheit. Atheisten gab es keine. Erst ab dem Mittelalter, und vermehrt ab Mitte des 19. Jahrhunderts verbreitete sich der Atheismus unter der Menschheit, bis heute, wo Glaube/Emunáh/אֶמוּנָה in Zusammenhang damit gebracht wird, an Elohím zu glauben. 

Wie definieren wir nun Vertrauen/ Bitachón/ בִּטַחוֹן? Sehen wir uns an, wie es in hebräisch geschrieben wird – בִּטַחוֹן – (wie unsere Leser schon wissen, hat jeder hebräische Buchstabe eine piktografische Bedeutung). Einzeln und zusammen „gelesen“ ergeben diese Buchstaben folgende Bedeutung: 

„Der Segen/ Bracháh (ב) und die schützende Unterstützung (ט) der göttlichen Gnade/ Chésed (ח), um zu vervollständigen (׀) und zu verwandeln unsere Seele/ Néfesch (ן).“

Diese Definition gibt uns einen guten Schlüssel, um zu verstehen welch ein Segen es ist, Vertrauen/ Bitachón/ בִּטַחוֹן zu haben. Unsere Seele/ Néfesch/ נֶפֵשׁ hat das Bedürfnis, vervollständigt zu werden, weil sie einsam und allein auf der Welt ist - oder sich zumindest so fühlt, selbst wenn sie sich darin vertut. Elohím ist da, mit jedem von uns, tröstend, erfreuend und helfend, wenn wir darauf vertrauen, dass dies der Fall ist. 

Was ist der Unterschied zwischen Glaube/Emunáh/אֶמוּנָה und Vertrauen/ Bitachón/ בִּטַחוֹן? Vertrauen ist die Frucht des Baumes des Glaubens. Wenn wir die Frucht (Vertrauen/ Bitachón/ בִּטַחוֹן) haben, dann weil wir den Baum (Glaube/ Emunáh/ אֶמוּנָה) haben. 

Gerade das Vertrauen/ Bitachón/ בִּטַחוֹן hat eine einzigartige Natur. Als Elohím in dieser Parascháh zu Moschéh sprach, befanden sich beide „be’Har/ בְֽהַר/ auf dem Berg (Sinái)“. Auf dem Berg/ be‘Har ist es SEHR LEICHT, zu vertrauen! Genau genommen ist es gar nicht nötig, Bitachón/ בִּטַחוֹן zu haben, um zu vertrauen -wenn ADONÁI an meiner Seite ist, wie das in dem Moment bei Moschéh der Fall war, als Elohím zu ihm sprach und ihm die Zehn Gebote/ Assaráh Mitzwót diktierte! Vertrauen/ Bitachón/ בִּטַחוֹן benötigen wir NUR, WENN ELOHÍM SICH VOM BERG ZURÜCKZIEHT, nicht, wenn Er da ist, an unserer Seite. Wozu brauche ich Vertrauen, um an Ihn zu glauben, während Er da ist, solide wie der Berg/ Har Sinái?!? 

Erst wenn wir vom Berg Sinái herunterkommen wird das Leben kompliziert. Wovon sollen wir leben? Woher sollen unsere finanziellen Einnahmen kommen? Da ist es, wo der wahre Kampf zwischen Vertrauen und fehlendem Vertrauen beginnt. Im Grunde genommen geht es um ein Problem zwischen zwei absolut gegensätzlichen Einstellungen: die Sorge ums Überleben und das Vertrauen. Der fleischliche Mensch (und darunter befinden sich auch viele Gläubige) leben voller Sorgen. Sie vergehen vor Sorge darüber, wo ihre nächste Mahlzeit herkommen soll (selbst Gläubige). Dies ist, weil ihre Einstellung die des Überlebens ist. Diese Einstellung dürfen wir getrost der nichtgläubigen Welt und den fleischlichen Menschen überlassen. Wir, die wir messianische Juden nach dem Glauben oder dem Blut sind, sollten mit Vertrauen/ Bitachón/ בִּטַחוֹן darauf leben, dass Elohím sich um unsere Finanzen kümmert, und um unsere Krankheiten, unsere Probleme, unsere Familie, unsere Arbeitsstelle und Einkommen, um alles eben, was uns angreift oder Sorgen bereitet oder Stress verursacht. DAS ist Bitachón/ בִּטַחוֹן! Ver-trauen. Was bedeutet „trauen“? es bedeutet geben, hoffend, dass man uns das Gegebene irgendwann bezahlen wird. Wir müssen Elohím „trauen“. Wir sollten Ihm zutrauen, dass Er uns erhalten wird, dass Er uns geben wird, was wir benötigen – solange wir UNSEREN Teil tun (Arbeit suchen, arbeiten oder unsere täglichen Aufgaben, welche auch immer, durchführen). 

Dafür ruft Elohím uns auf, Ihm zu DIENEN. Dafür wird Er uns erhalten, uns in allen unseren Bedürfnissen helfen. Worin sollen wir Ihm dienen?, mögen Sie sich vielleicht fragen. In dem, was Er uns bestimmt hat – das ist für jeden verschieden. Mag sein, dass Er Sie beauftragen will, Ihre Familie gut zu erziehen, in einer messianisch-jüdischen Umgebung, mit einem angemessenen Charakter, der Ihrer gesamten Familie zum Zeugnis ist, besonders wenn Sie eine Frau sind. Oder Er mag Sie zum Zeugen Seiner Macht vor Ihrer gesamten Büromannschaft, Ihrer gesamten Familie oder Gesellschaft machen, damit alle sehen, wer Elohím ist. Elohím hat einen Plan für Sie, für Ihr Leben. Diesen Plan hat Er schon gemacht, bevor Er die Erde erschuf. Sorgen Sie sich also nicht darum, sondern DIENEN Sie Ihm jetzt und überlassen Sie Ihm die Sorgen. DAS ist Bitachón/ בִּטַחוֹן. 

Die Essenz des Vertrauens/ Bitachón/ בִּטַחוֹן ist, mentale Ruhe zu haben. Vertrauens/ Bitachón/ בִּטַחוֹן bedeutet jedoch nicht, dass alles reibungslos klappen wird. Sie werden wie alle Ihre Hochs und Tiefs haben, aber diese Hochs und Tiefs befinden sich UNTER DER ABSOLUTEN KONTROLLE Elohíms, zweifeln Sie nicht daran. Vertrauens/ Bitachón/ בִּטַחוֹן bedeutet, dass Sie im Innersten Ihres Herzens WISSEN, dass Er „am Steuer sitzt“, dass Er Ihr Leben nach Seinem souveränen Willen dirigiert. 

WIE ELOHÍM UNSER VERTRAUEN/ BITACHÓN ENTWICKELT

Wie hilft Elohím uns, unser Vertrauen/ Bitachón/ בִּטַחוֹן zu entwickeln? 

Eine Art ist durch die Toráh. Er zeigt uns, wie unsere Vorväter/ Avót/ אַבוֹת ihr Vertrauen/ Bitachón/ בִּטַחוֹן entwickelt haben, und durch ihr Vorbild können wir lernen, auch unser Vertrauen/ Bitachón/ בִּטַחוֹן zu entwickeln. Der erste Vorvater/ Av/ אָב, von dem wir lernen können, ist Avrahám Avinu/ unser Vater. Elohím ist der Beginner von allem und Avrahám ist keine Ausnahme darin. Als er in Richtung Knáan aufbrach, wusste er nicht, wohin er zog. Er folgte einfach ADONÁI. DAS IST BITACHÓN! Dem vertrauen, der uns führt und unbesorgt sein. Eine Anordnung Elohíms war alles, was Avrahám brauchte, um sein Haus und seine Sachen zu verkaufen und sich auf eine Odyssee ins Ungewisse zu begeben, auf eine Reise, die ihn tausendmal hätte umbringen können. Und trotzdem hatte Avrahám keine Angst, sondern vertraute dem Bürgen: ADONÁI. Wenn wir verstehen, dass wir alle wie Avrahám sein sollen, dass wir nichts aus eigenem Impuls anfangen sollten, sondern Elohím derjenige ist, der uns, für alles was wir anpacken, die „Reise-Anweisung“ geben muss, dann wird unser Vertrauen/ Bitachón/ בִּטַחוֹן wachsen und stark werden. Denn unser Vertrauen wächst in dem Maße, wie sich auch in unserem Leben die von Elohím geleiteten und begonnen Wunder und Erfolge häufen. Wann immer uns Zweifel anfallen, müssen wir nur auf unsere eigene Erfahrung und auf die der Avót im Tanách zurückblicken. Und wir werden sehen, wie Elohím uns und sie in der Vergangenheit geführt hat, und dass wir darum nichts zu befürchten haben. Das vermehrt unser Vertrauen/ Bitachón/ בִּטַחוֹן. Hat es in Ihrem Leben eine Bewegung Elohíms gegeben, wo Er ein Wunder vollbracht oder Ihnen geholfen hat, aus einem Problem herauszukommen? Benutzen Sie dieses Wunder oder diese übernatürliche Hilfe, um nun Ihr Vertrauen/ Bitachón/ בִּטַחוֹן zu vermehren. 

Wie Abrahám sollten wir uns sagen: „Ich weiß gar nichts. Ich kann aus mir selbst heraus nichts tun. Elohím ist mein Führer und meine ‘Erste Hilfe‘ in der Not“. Und lassen Sie Elohím Ihre Bewegungen BEGINNEN. Entscheiden Sie nichts selbst, besonders nichts Wichtiges in Ihrem Leben. Überlassen Sie Elohím die Initiative. Ist dies Charakterschwäche? Ganz im Gegenteil! Das ist, zu lernen, von Elohím ABHÄNGIG zu sein und ver-trauen zu lernen, dass Er besser weiß als Sie selbst, was Sie tun oder wohin Sie gehen, oder wen Sie heute oder nächste Woche treffen sollten. Die verschiedenen Länder feiern ihre Un-Abhängigkeit. Wir dagegen sollten ein Datum festlegen - den Tag an dem wir Elohím kennengelernt haben - als „FEST UNSERER ABHÄNGIGKEIT“! Wehe dem, der seine Un-Abhängigkeit von Elohím feiert, weil er unter einem Fluch ist! „Verflucht der Mann, der auf Menschen vertraut …“ (Jer.17,5). Auf sich selbst zu vertrauen ist Fluch, weil dies nur ein weiterer Ben-Adam/ Mensch ist. Dies ist die große Lektion Avraháms. 

Und was ist mit Isaak/ Itzcháq/ יִצְחָק? Was kann uns das Leben Itzcháqs lehren? Wenn wir aufmerksam die Toráh lesen, werden wir sehen, dass alles, was mit Avrahám angefangen hat, mit Itzcháq weitergeht wie gehabt. Itzcháq hat nichts Neues begonnen, sondern alles aus dem Munde seines Vaters/ Av, Avrahám, empfangen. Hier haben wir eine weitere Lektion, die wir lernen können: ALLES muss von uns empfangen werden. Wie wir schon sagten: statt der Einstellung des Überlebens, sollten wir die Einstellung des Dienstes Elohíms einnehmen, und wir werden wie jeder Diener empfangen. Wir sind jedoch nicht irgendwelche Bediensteten in den Händen eines menschlichen Herrn. Wir sind Diener des Schöpfers des Universums! 

Der Rébbe Schául sagt in 1.Kor.4,7 genau dasselbe: „…Was besitzest du aber, das du nicht empfangen hast?…“

Als letztes haben wir Jakob/ Jaaqóv/ יָעַקוֹב, das Ende der von Elohím selbst bestimmten Bezeichnung zu Moschéh: „… So sollst du den Kindern Israel sagen: ADONÁI, eurer Väter Elohím, der Elohím Avraháms, der Elohím Itzcháqs, der Elohím Jaaqóvs, hat mich zu euch gesandt. …“ (Schemót/ Namen/ 2.Mose 3,15). Welche Lektion können wir von Jaaqóv/ יָעַקוֹב lernen? Jaaqóv hatte zwei „Leben“, eines als Jaaqóv und das andere, nachdem er mit dem Málach/ Engel/ Boten gekämpft hatte, und Elohím ihm den Namen veränderte in „Israel/ יִשׂרָאֵל“. Welches ist der Unterschied zwischen Jaaqóv/ יָעַקוֹב  und Israel/ יִשׂרָאֵל? War es nicht dieselbe Person mit zwei verschiedenen Namen? Absolut nicht! Jaaqóv war der Prototyp des Überlebenden, der „Spitzfindige“, der „alle Tricks kannte“ und sie auch anwandte, um zu überleben. Das klassische Beispiel dessen, der ganz gut allein zurechtkommt, um zu überleben und zu siegen – oder zu versagen. Selbst sein Name sagt dies: „Jaaqóv“, „der verdrängt“. 

Israel/ יִשׂרָאֵל dagegen ist ein Mann, der von Elohím zerbrochen ist durch Leiden und der keine eigenen Mittel mehr hat, der gelernt hat, Vertrauen in ADONÁI zu haben und aus seinem Vertrauen auf Ihn zu leben. Der Name sagt alles: „Isrá/ יִשׂרָ“, der gekämpft hat + „EL/ אֵל“ mit Elohím. Das ist die Lektion, die uns oft so schwer fällt: von Elohím abhängig zu sein. Wir schwanken oft zwischen zwei Extremen: entweder vertrauen wir so sehr, dass wir zuhause hocken bleiben und Fernsehen, weil „Elohím uns versorgen wird“, oder aber wir machen alles selber, weil wir Elohím nicht ver-trauen können, weil uns Bitachón/ בִּטַחוֹן fehlt. 

Wir sollten die Lektion des Vertrauens/ Bitachón/ בִּטַחוֹן lernen, besonders in diesen letzten Zeiten/ Iamím ha‘Qétz, die unbemerkt nahen. Vergessen wir nicht, dass Elohím da ist und immer da sein wird, an unserer Seite, uns leitend und Weisheit/ Chachmáh gebend, um alles, was geschehen wird und das Warum zu verstehen, und um zu verstehen dass uns NICHTS geschehen wird, was Er nicht will.

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