Viernes, 27 Diciembre 2019 07:05

PARASCHÁH 10 MI'QETZ / מקץ / VOM ENDE AN

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DAS WELTWEITE MESSIANISCHE JUDENTUM ELOHÍMS VERBREITEN DURCH IESCHÚA

PARASCHÁH 10
MI'QETZ / מקץ / VOM ENDE AN

30. TAG DES 9. MONATS DES JAHRES 5780
28 DEZEMBER 2019

Torahlesung: Be'Reschít / Im Anfang / „1. Mose” 41,1 – 44,17
Haftaráh: Melachim Alef / „1. Könige” 3,15 – 4,1

Von Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe
(aus dem Spanischen übersetzt von MK)

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Be‘Reschít/Am Anfang/„1.Mose” 41,15-16: Und der Paróh/Pharao sprach zu Josef: ‚Ich habe einen Traum gehabt, aber es kann ihn niemand auslegen. Ich habe jedoch von dir gehört, dass wenn du einen Traum hörst, so legest du ihn aus‘. Und Josef antwortete dem Paróh/Pharao und sprach: ‚Das liegt nicht an mir. Elohím wird dem Paróh/Pharao antworten nach seinem Traum!‘

KOMMENTAR DER PARASCHÁH

DER WERT, VERTRAUEN / BITACHÓN IN ELOHÍM ZU ERWERBEN

 

 

Das Leben Josefs ist voller Überaschungen und Höhen und Tiefen. In dieser Parascháh wird Josef (2 Jahre später) aus dem Gefängnis geholt, weil der Weinschenk des Reiches Josef dem Paróh/Pharao empfielt weil er gut Träume deuten könne. Als der Paróh/Pharao in Be‘Reschít/1.Mo.41,15 Josef seinen Traum erzählt, antwortet dieser ihm: „Das liegt nicht in meiner Macht. Elohím ist es, der dem Paróh/Pharao nach seinem Traum antworten wird“. Und da bis Vers 36 gibt Josef dem Paróh/Pharao die Auslegung seines Traumes, die Elohím ihm durch Offenbarung gegeben hat. Und der Paróh/פַּרעֹה/Pharao ernennt Josef zum Mitregenten, weil dieser seinen Traum richtig gedeutet hat.

In dieser Parascháh gibt es einige wichtige Punkte zu unterstreichen. Erstens: die äußerste Demut, mit der Josef dem Paróh/Pharao antwortet, als dieser ihn bittet, ihm den Traum auszulegen. Dies muss den Paróh/Pharao, der es gewohnt war, von seinen Hexern/Chatumím Antwort zu bekommen, erstaunt haben, denn diese gaben wahrhaftig nicht Elohím die Ehre/Kavód/כּבוֹד, sondern sich selbst und ihrer eigenen Macht. Unser Leben mit Elohím dagegen sollte von dieser Demut und dem Fehlen von diesem absolut menschlichen Streben danach, als Unikum herauszuragen. Wenn wir die Haltung Josefs betrachten, ab dem Moment, wo er von seinen eigenen Brüdern verkauft wurde, dann sehen wir eine einzigartig demütige Haltung der Annahme des Willens Elohíms. Außerdem finden wir bei ihm keinerlei Hass oder Nachtragen seinen Brüdern gegenüber, die ihn in diese Situation und in ein ägyptisches Gefängnis gebracht haben.

Dies ist die Haltung, die wir einnehmen sollten in unserem Wandeln mit Elohim: Die Tatsache verstehen und dann anwenden, dass es Elohim ist, der alles dirigiert und dass es eitel und nichtig von uns ist, uns selbst etwas vom Erfolg zuzuschreiben. Es ist Elohim, der Josef die exakte Interpretation der beiden Träume des Paróh gab. Es ist Elohim, der den Paróh dazu brachte, Josef zum Vizeregenten Mitzráims/Ägyptens zu ernennen. Wenn das so ist, dass unser Können nicht zählt, dass schlussendlich nur der Wille Elohims zählt, auf was können wir dann noch stolz sein? Nachzusinnen und zu verstehen und diese Erkenntnis in unseren Charakter einzuflechten ist die Quelle ewiger Freude/Óscher/אוֹשֵׁר für uns in der Zukunft, denn Elohim hasst die Stolzen und zieht die Demütigen vor (Jaaqov/Jakobus 4,6), diejenigen, die sich unter Seine mächtige Hand beugen. Solange sie diese demütige Haltung beibehalten belohnt Er sie mit mehr und mehr Segen. Lassen Sie uns um Demut bitten in unserem täglichen Gebet und wir werden sehen, wie unser Charakter und unser Handeln (d.h., unser Leben) sich verändern. Elohim wird unsere Gebete hören und unser Herz sehen, ob wir in der Demut, die wir vorzeigen, ehrlich sind oder nicht. Und Er wird nach dem Grad unserer Ehrlichkeit und unserem Sehnen danach handeln.

Wäre Josef nicht demütig gewesen, und hätte stattdessen sich selbst die Deutung der Träume Paróhs/Pharaohs zugeschrieben, wäre wohl das höchste Amt, das er erreicht hätte, das eines weiteren von Paróhs Zauberern gewesen. Wegen seiner Demut jedoch, die Paróh in seinem Reden und Verhalten wahrgenommen haben muss, setzte er ihn direkt als Zweiten hinter sich selbst über das ganze Reich Mitzráim/Ägypten, des in jener Zeit wichtigsten Reiches.

In Vers/Pasúq 38 sagt Paróh zu seinen Dienern: „Kann etwa ein Anderer wie dieser gefunden werden, in dem der Geist/Rúach Elohims ist?“

Dies ist ein weiterer Schlüsselpunkt für jeden messianischen Juden, der geistliche Höhen erklimmen will: den Geist/Rúach Elohims haben, nicht nur potenziell, sondern ganz praktisch, indem Er zugunsten jener wirkt, die um  ihn sind. Der gesamte Erneuerte Bund dreht sich in gewisser Weise, abgesehen vom Kommmen des Messias/Maschíach, um das Kommen des Herrschaftsgebiets ADONAIs/„Reich der Himmel“/Maljút ha’Schamáim. Dieses besteht darin, dass der Heilige Geist/Rúach ha‘Qódesch und Ieschúa in uns wohnen und von da aus herrschen, zur Ehre/Kavód Elohims und zum Zeugnis vor anderen. Sie zeugen davon, dass der Elohim und der Maschíach Israels keine Illusion ist, dass Er in uns ist und dass es nicht nur leere Worte von uns sind, sondern leicht nachzuweisende Wahrheit. Genauso konnte Josef die beiden Träume Paróhs deuten und diese Träume wurden genau so wahr, wie Josef es vorausgesagt hatte.

Die Kombination von Demut und dem Geist/Rúach Elohims, der unser Leben von unserem Geist aus lenkt, ist eine sehr starke Waffe gegen den Feind/ha‘satan und gegen den gegenwärtigen Atheismus und Politheismus in der Welt, die in Kürze gegen Israel losbrechen werden, wie Jechesqi‘EL/Hes.37-39 es ankündigt. Der Widersacher/ha‘satan kann nichts definitives, tötliches tun gegen jene, die wir entsprechend Jaaqov/Jakobus 4,7 handeln, wo es heißt: „Ordnet euch Elohim unter, widersteht dem Widersacher/ ha‘satan und er wird vor euch fliehen“. Besonders der erste Teil ist der Schlüssel für den Rest des Verses. Diejenigen von uns, die sich dem Willen Elohims unterordnen, stehen automatisch unter Seinem Schutz, denn wir sind einfach nur Soldaten in Seinem Heer/Tzavá/צָבָא, und nicht simple „Zivilisten“, die nach eigenen Gutdünken handeln und ihren eigenen Wünschen nachjagen. Ein guter General, der von seiner Truppe geliebt wird, ist jener, dessen Priorität nach der ihm zugewiesenen Mission es ist, das Leben der ihm zugeordneten Soldaten zu schützen. So handelt Elohim mit jenen, die wir uns Seinem Willen unterordnen. Das bedeutet, dass wir uns nicht nur für „Kinder Elohims“ halten, sondern es nach Römer 8,14 auch sind, wo steht: „Denn alle, die vom Geist/Rúach Elohims dirigiert/geführt werden, die sind Kinder Elohims“. Wenn das so ist, dann stimmt das Gegenteil auch: Alle nicht vom Geist/Rúach Elohims geleiteten sind nicht Seine Kinder, selbst wenn sie sich das einreden.

Wenn es jedoch in dieser Parascháh eine Eigenschaft gibt, die bei den Reaktionen Josefs in all seinen Hochs und Tiefs herausragt, dann ist das sein Vertrauen/Bitachón in Elohim: ein blindes Vertrauen, das uns an das Vertrauen/Bitachón/בִּיטַחוֹן Abrahams erinnert, dessen Urenkel er war. Er protestierte nicht, als seine Brüder ihn verkauften. Er protestierte nicht, als er zwei Jahre im Gefängnis saß, sondern er blieb fest, und ohne seinen Brüdern all das nachzutragen (Wie man an seiner Reaktion gegenüber seinen Brüdern ablesen kann, die er umarmte und küsste – siehe nächste Parascháh), noch Elohim, der ja schlussendlich als Souveräner Herrscher über das ganze Universum auch dafür verantwortlich war, dass ihm all das passiert war.

Elohim stellt uns im Leben verschiedene Prüfungen in den Weg. Diese Prüfungen benutzt Er, um das Gebäude unseres Glaubens/Emunáh und unseres Vertrauens/Bitachón/בִּיטַחוֹן in Ihn aufzubauen. Jede Prüfung ist ein Examen, das wir in der Universität des Geistes/Rúachs Elohims bestanden haben, bis das letzte Examen bestanden ist und wir bereit sind, zu scheiden, um zu genießen was wir hier auf Erden aufgebaut und für andere und Elohim getan haben. Jede Prüfung formt außerdem unser Verhalten und baut unsere Heiligkeit/Qeduscháh. Die Heiligkeit/Qeduscháh ist das Endziel Elohims für unser inneres Leben, abgesehen von allem, was wir hier auf Erden für Ihn tun. Die Heiligkeit/Qeduscháh ist die Reinigung unseres dreiteiligen Seins: Geist, Seele und Leib, um würdig zu werden, ewig/le‘olám in Seiner Gegenwart zu sein. So, wie unsere physischen Muskeln sich mit physischen Übungen entwickeln, so brauchen unsere geistlichen Muskeln die geistlichen Übungen unseres Glaubens/Emunáh und unseres Vertrauens/Bitachón in Ihn, um sich zu entwickeln. Mit jeder Prüfung wächst unser Vertrauen//Bitachón/בִּיטַחוֹן, indem es durch mit Elohim gemachte Erfahrungen genährt wird. Wir haben gesehen, was Elohim in der Vergangenheit mit und für uns getan hat. Darum wissen wir nun, woran wir bei Ihm jetzt und in Zukunft sind. Dies ist der normale Wachstumsprozess unseres Glaubens/Emunáh und unseres Vertrauens/ Bitachón/בִּיטַחוֹן in Elohim.

Wenn wir oben genannte drei Factoren zusammenzählen: Demut, im Geist leben und Vertrauen/Bitachón, dass alles was uns passiert von Elohím kommt, dann wird unser Leben zu einem viel friedlicheren und ruhigeren Wandeln werden, weil wir wissen, dass Elohím da ist und dass Er unser Leben in der Hand hat. Was gibt es für uns also zu sorgen oder zu fürchten? Außerdem gibt uns das Leben im Geist/Rúach die Weisheit/Chachmáh, durch die Elohím uns was uns zustößt erklärt. Dies vertieft unser Vertrauen/Bitachón in Elohím, weil unser Vertrauen/Bitachón/בִּיטַחוֹן jetzt nicht mehr blind ist. Nun haben wir die Erklärung von fast allem was passiert, oder könnten sie haben.

Diese drei Charaktereigenschaften werden in den meisten Fällen erworben. Das Natürliche, Fleischliche ist Stolz und ist nicht von Elohím abhängig, noch vertrauet es Ihm. Dieses Erwerben geht langsam aber sicher vor sich, wenn wir es denn wollen, denn Elohím wird niemanden zu etwas zwingen. Um sie zu empfangen, müssen wir diese Charaktereigenschaften erwerben wollen und Elohím darum bitten. Durch Prüfungen, wie Josef sie durchmachte, verändert sich unser Charakter und unsere Einstellung Elohím gegenüber mit den Jahren, und wir werden mehr und mehr zu dem, was Elohím für uns gedacht und bereit hatte, wofür wir bestimmt waren.  

Ist es nicht erstaunlich, dass Elohím uns sogar zum Presidenten unseres Landes machen kann, wenn dies unsere Bestimmung und Sein Wille ist? Gibt es jemanden, der dies liest, der NICHT President oder Kanzler seines Landes sein möchte? Glauben Sie das? Wenn Sie es nicht glauben, dann sehen Sie sich das Beispiel Josefs an: Vom Sklaven eines Arabers, von seinen eigenen Brüdern in eine wasserlose Zysterne gestoßen, wurde er zum Mitregenten von Ägypten/Mitzráim, einzig und allein weil er sich von Elohím leiten ließ. Ein Herz wie das Josefs und das moralische Verhalten eines Josef sollten wir haben, der sich weigerte, sich zu der Frau Potifars zu legen aus Furcht, Elohím zu beleidigen (aus keinem anderen Grund, machen wir uns nichts vor!)

Dies alles kommt aber wiegesagt nicht von allein. Diese tadellose, makellose und faltenlose Moral muss kultiviert werden. Unser steinernes Herz muss gereinigt werden. Unsere eigenen Ambitionen sollten wir vergessen und Elohím fragen, welches die Aufgaben sind, die Er für uns hat und sie tun. Wie jemand vor ca. 300 Jahren gesagt hat: „die Welt muss noch sehen, was Elohím mit einem Menschen tun kann, der Ihm ganz gehorsam ist!

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