Viernes, 23 Agosto 2019 08:41

PARASCHAH 46 EQEV / עקב / DARUM WENN

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DAS WELTWEITE MESSIANISCHE JUDENTUM ELOHÍMS VERBREITEN DURCH IESCHÚA

PARASCHAH 46
EQEV / עקב / DARUM WENN

16. TAG DES 5. MONATS DES JAHRES 5780
17 AUGUST 2019

Torahlesung: Dvarím / Reden / „5. Mose” 7,12 – 11,25
Haftaráh: Ieshaiáhu / „Jes.” 49,14 – 51,3

Von Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe
(aus dem Spanischen übersetzt von MK)

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Dvarím/Worte/„5.Mose” 7,18: „fürchte dich nicht vor ihnen; sondern gedenke dessen, was ADONÁI, dein Gott, an Paróh und an ganz Ägypten/Mitzráim getan hat.“

KOMMENTAR DER PARASCHÁH

FÜRCHTE NICHT, ES IST ELOHÍM, DER MIT DIR GEHT

Wir leben ein Leben voller Ängsten aller Art. Wir haben Angst vor diesem oder jenem, manche vor fast allem. Doch wir, die wir mit Elohím unterwegs sind, sollen nur eine Furcht haben: vor Elohím. Im TANÁCH, in Ps./Teh.111,10 heißt es: “Die Furcht Adonáis ist der Weisheit Anfang…” Dies ist eine große Wahrheit! Doch wir Menschen fürchten mehr was uns passieren könnte, als wir Ihn fürchten. Dies ist ein Spiegelbild davon, wie wenig wir wissen und wie wenig Weisheit wir besitzen, leider.

Die Angst bringt den Impuls mit sich, bei erstbester Gelegenheit davonzurennen, statt FEST AN SEINER SEITE ZU STEHEN, in vertrauender Gewissheit/Bitachón/בִּטַחוֹן, dass Er bei uns, an unserer rechten Seite ist und uns nicht verlassen wird.

Elohím sagt uns in Seinem Wort ein um’s andere Mal: „fürchte dich nicht!“ Warum? Weil Er weiss, dass wir oft und grundlos sogar vor unserem eigenen Schatten erschrecken. Und weil Er bei uns ist, wo immer wir sind, was auch immer wir gerade tun - solange es etwas Gutes ist. Wenn nicht, sollten wir uns fürchten, aber nicht vor Menschen oder dem Feind/ha‘satán, sondern vor Elohím!

In Dvarím/5.Mo. 31,6 steht: „…Adonái, dein Elohím ist es, der mit dir geht; Er wird dich nicht versäumen und dich nicht verlassen.“

Der Feind ist derjenige, der die Angst in uns anfacht, damit wir nicht schaffen, was Elohím uns zu tun oder sagen aufgetragen hat, um uns zu plagen und unser Leben miserabel zu machen. Doch wir sollten uns nicht an diese Angst klammern, die vom Feind kommt, sondern standfester als vorher stehen.

Es gibt Menschen, die ihr Leben lang mit dieser Angst vor dem Unbekannten, vor dem was der Feind ihnen tun könnte, leben. Und so leben sie ein miserables Leben voller Sorge und Stolpern, wo Elohím uns doch versichert, dass „Adonái, dein Elohím es ist, der mit dir geht“. Wovor sollten wir uns fürchten, wenn wir Seinem TANÁCH glauben?

DIE ANGST LERNEN AUSZUTAUSCHEN GEGEN DIE FURCHT VOR ELOHÍM

Außerdem ist es wichtig, in unserem Leben alle Angst gegen den Geist der Furcht vor Adonái/Rúach Irát Adonái/ יהוה יִראָתּ רוּחַ einzutauschen (die deutsche Übersetzung „Ehrfurcht“ beinhaltet wenigstens auch Furcht, in „Reverenz“ ist dies nicht gegeben und im Verständnis sollte man die Furcht nicht außer Acht lassen).

Wir brauchen uns vor nichts im Leben zu fürchten, wenn wir Ihn haben. Doch ein Leben mit Elohím muss darauf gegründet sein, von Ihm geführt zu werden in allen was wir tun, und diese Führung muss gegründet sein auf absoluten Gehorsam gegenüber Elohím und Furcht vor Ihm. Reverenz ist nur eine Ausrede, um Ihn nicht zu fürchten und unseren eigenen Willen zu tun. Doch wenn wir unseren eigenen menschlichen statt Seinen Willen tun, wohin bringt uns das? Darum geht es bei diesem Fundament auf den Geist der Furcht vor Adonái/ Rúach Irát Adonái/ יהוה יִראָתּ רוּחַ.

In Ps./Teh.112,1-2 heißt es: „הַלִלוּ יָה, Wohl dem, der Adonái fürchtet, der große Freude hat an Seinen Geboten! Seine Nachkommenschaft wird mächtig sein auf Erden…“.

Wir sollten beide Eigenschaften haben: 1) Furcht vor Adonái und 2) uns erfreuen an Seinen Geboten.

Warum, mag sich mancher Leser fragen, sollen wir Elohím fürchten? Dostojevski, der russische Schriftsteller  hat es anders herum formuliert, doch der Sinn ist derselbe: „Wenn es keinen Gott gibt, dann ist alles erlaubt!“ Mit anderen Worten: morden, stehlen, überfallen, irgendetwas tun ist erlaubt, wenn Elohím nicht da ist. Da wir aber wissen, dass Elohím da ist, und nicht nur da ist, sondern uns außerdem sieht, was wir tun, reden, denken … sollten wir zu unserem eigenen Besten ZITTERN bei dem Gedanken daran, was wir denken, reden und tun, um nicht unter die Strafe Elohíms zu fallen. Sinngemäß nach Dostojevski: „Da es einen Elohím gibt, ist NICHTS erlaubt, als was Er ausdrücklich erlaubt hat!“

Man mag uns gelehrt haben, die Gebote seien passée und aufgehoben durch die Gnade. Doch im Erneuerten Bund (NT) gibt es an die 60 Verse, die davon reden, dass wir die Gebote halten sollen. In der spanischen Version Reina-Valera 2000 finden wir nach hunterten von Jahren wieder die korrekte Übersetzung in Off.22,14 „Wohl denen, die Seine Gebote halten…“.

Das Buch der Sprüche/Mischléi ist voller Verse, die vom Nutzen und Vorteil des Geistes der Furcht vor Adonái handeln (1,7; 8,13; 10,27; usw). In ihnen heißt es, dass die Furcht vor Adonái der Anfang der Erkenntnis ist und unser Leben verlängert, uns dazu bringt, das Böse zu hassen, usw.

Wenn wir diese Furcht nicht haben, werden wir das Spiel des Bösen machen und der wird uns verderben. Wir werden nicht die Ahaváh-Liebe Adonáis kennenlernen, die uns Rettungsgewissheit bringt. Wenn wir dem Bösen verfallen, haben wir keine Motivation, Buße zu tun und zu Elohím zurück zu kehren und werden keine wirkliche Motivation haben, „an unserer Errettung zu arbeiten“. Wir sollten unsere Menschenfurcht gegen Furcht vor Elohím austauschen, um uns vor nichts zu fürchten, außer vor Elohím.   

Ohne Furcht vor Elohím können wir Ihm nicht gefallen, nur wer vor Seinem Wort zittert hat die Verheißungen Elohíms, Seine Gnade zu erhalten (Jes.66,2 und Ps./Teh.103,17-18).

FURCHT VOR ADONÁI ENTWICKELN

Die Furcht vor Elohím kommt durch das Lesen und Annehmen des Wortes Elohíms (TANÁCH). So wie „Also kommt der Glaube durch Hören und Hören durch das Wort von Elohím“ (Rö.10,17) kann man dasselbe von der Furcht vor Adonái sagen.

In Dvarím/5.Mo.31,12-13 wird den Bnéi Israel, dem Volk Elohíms gesagt, sie sollen sich versammeln und das Wort Elohíms hören. Wozu? Um die Furcht vor Adonái lernen zu können. In Ps./Teh.25,12 steht: „Wer ist nun der Mann, der Adonái fürchtet? Er wird ihn unterweisen in dem Wege, den er wählen soll“.

Damit Elohím uns also den Weg lehrt, dem wir folgen sollen, müssen wir zuerst Furcht vor Adonái haben. Manche lesen nur die Teile der Toráh, in denen von der Liebe Elohíms die Rede ist und meiden die Teile, die von der Furcht vor Adonái handeln. Andere entwickeln eine nachlässige Haltung, als wÄre es Elohím gleichgültig, dass wir nicht für Ihn abgesondert („heilig“) leben noch Seinen geraden Weg (=Seine Gebote) gehen.

Wir sollten uns andererseits auch nicht nur auf die Furcht vor Elohím konzentrieren und die Güte und Vergebung Elohíms für alle Sünder ausblenden. Wir brauchen ein Gleichgewicht zwischen beiden Empfindungen.

In Ps./Teh.25,14 steht: „Das Geheimnis ADONÁIS ist für die, welche Ihn fürchten, und ihnen wird Er Seinen Bund kundtun”.

Dies ist ein Schlüssel-Vers, um zu verstehen, dass Elohím eine innige Bezeihung hat mit jenen, die Ihn fürchten. Logisch, oder? Wenn jemandem egal ist, was er tut oder es ihn nicht interessiert, was Elohím von ihm will oder verlangt, aber eine innige Beziehung zu Elohim haben will, so ist dies ziemlich wertlos, weil Elohím ihm nichts anvertrauen kann, weil ungewiss ist, was er tun wird. Wenn die Lust auf Sündigen kommt wird er sündigen aus fehlender Furcht vor Elohím, der uns vom Weg der Sünde wegführt.  

Etwas Ähliches steht in Ps./Teh.89,7: „Elohím ist sehr zu fürchten in der Versammlung der Heiligen…“. כי מי בשׁחק יערך ליהוה ידמה ליהוה בבני אלים

Warum benötigen wir die Furcht vor Adonái? Um sicher zu sein, dass wir „an unserer Errettung arbeiten werden mit Furcht und Zittern“! In Hbr.4,1 heißt es: „So lasst uns nun fürchten, dass nicht etwa, während doch eine Verheißung zum Eingang in seinen Schabbát hinterlassen ist, jemand von euch als zu spät gekommen erscheine!“ Und in 2. Kor.7,1: „Dieweil wir nun solche Verheißungen haben, meine Lieben, so lasset uns von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes uns reinigen und fortfahren mit der Heiligung in der Furcht vor Elohím” Sind Sie dabei, Ihre Heiligkeit in der Furcht vor Adonái zu vervollständigen? In Ps./Teh.33,8 steht: „Siehe, das Auge Adonáis sieht auf die, welche Ihn fürchten, die auf Seine Güte hoffen“.

Wenn wir alles aus Furcht vor Elohím tun, wird uns die Menschenfurcht nicht mehr anfallen, weil wir keinem menschlichen Weg folgen, sondern dem Willen Elohíms und uns schon unter seinem Schutz und Schirm befinden und keine Angst zu haben brauchen, vor niemand, weil wir den Willen Elohíms tun.

DIE FURCHT VOR ADONÁI WIRD REINHEIT BRINGEN

In Ps./Teh.19,9 heißt es: „die Furcht vor ADONÁI ist rein und bleibt ewig, die Verordnungen ADONÁIs sind wahrhaftig und absolut gerecht“.

Die Furcht vor Adonái wird uns vor Sünde rein halten, während Liebe dies nicht tut. Furcht ist stark und hält uns vorm Sündigen ab, während Liebe dies nicht kann, und so kann diese neben der Sünde ko-existieren, ob wir es wollen oder nicht, denn es reicht ein schwacher Moment, um in Sünde zu fallen, und sei es etwas kleines, aber schon ist es getan. Doch die Furcht regiert unser Leben in jedem Sinn und erlaubt uns nicht, zu sündigen.

Der Geist der Furcht vor Adonái/ Rúach Irát Adonái/ יהוה יִראָתּ רוּחַ in unseren Herzen wird uns in das verwandeln, was wir werden sollen. Die Furcht vor Adonái ist so stark, dass sie uns nach und nach dahin bringen wird, zu werden, wer wir werden wollen, und sei‘s nur aus Furcht, um nicht zu fallen. Nach und nach, Jahr um Jahr, werden wir zu dem, der wir nach dem Willen Elohíms werden sollten.

DIE FURCHT VOR ADONÁI WIRD UNSER GANZES LEBEN BETREFFEN

In Ps./Teh.34,9 heißt es: „Fürchtet Adonái, ihr Seine Heiligen; denn die Ihn fürchten, haben keinen Mangel”.

Es betrifft Ihre Ehe. Ef.5,21: „und seid einander untertan in der Furcht vor Adonái “. Wenn die Ehe im Rahmen der Furcht vor Adonái gelebt wird, laufen die Dinge viel, viel besser: es besteht mehr Vertrauen, mehr Ruhe, mehr Frieden/Schalóm im Heim.

Es betrifft es unsere Beziehungen. Kol.3,22: „Ihr Knechte, gehorchet in allem euren Herren nach dem Fleisch, nicht in Augendienerei, als Menschengefällige, sondern in Einfalt des Herzens, Adonái fürchtend“.

Es betrifft unsere Freude und Heiligkeit Mischléi/Spr.1,7: „Die Furcht vor Adonái ist der Anfang der Erkenntnis; die Narren verachten (geistliche) Weisheit und Unterweisung“.

Die Furcht vor Adonái betrifft unsere Anbetung und unsere Art zu beten. Prediger/Qohélet 5,1: „Bewahre deinen Fuß, wenn du zum Hause Elohíms gehst! Nähere dich eher, um zu hören, als um den Toren zuzuhören; denn ihnen ist egal, was böse ist“.

Im menschlichen Herzen ist keine Furcht vor Elohím, außer wenn wir sie erbitten und erhalten, und in Furcht davor leben, etwas zu tun, sagen oder gar denken, das Ihm missfallen könnte oder Sünde ist.

Als letztes, Furcht vor Adonái ist die Medizin für die Dinge, die der Mensch getan hat. Ps./Teh.34,7 „Der Engel Adonáis lagert sich um die her, so Ihn fürchten, und errettet/הושׁיעו sie“.

Beten wir darum jeden Tag, damit Elohím uns Furcht vor Ihm gibt!

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