Viernes, 14 Junio 2019 06:25

PARASCHAH 36 BE'HAALOTCHÁ / בהעלתך / WENN DU ANZÜNDEST

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DAS WELTWEITE MESSIANISCHE JUDENTUM ELOHÍMS VERBREITEN DURCH IESCHÚA

PARASCHAH 36
BE'HAALOTCHÁ / בהעלתך / WENN DU ANZÜNDEST

12. TAG DES 3. MONATS DES JAHRES 5780
15 JUNI 2019

Torahlesung: Wa'iqrá/Und rief/„4.Mose” 8,1 – 12,16
Haftaráh: Sachariah 2,14 – 4,7

Von Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe
(aus dem Spanischen übersetzt von MK)

Copyright © 2019 von Julio Dam. Wir laden unsere Leser ein, unsere Website www.beitshalom.org im Internet zu besuchen. Dort können Sie viele kostenlose Artikel und Paraschót und Bücher finden. Alle Urheberrechte vorbehalten. Reproduktion, Verkauf oder Vertrieb im Internet ohne schriftliche Erlaubnis des Autors verboten. Wenn Sie die Lehre dieser Parascháh ins Internet stellen, ausdrucken oder mündlich wiedergeben, müssen Sie den Namen des Autors und die Identifikationsdaten erhalten und erwähnen. NICHTS VON DEM, WAS AUF UNSERER WEBSITE VERÖFFENTLICHT WIRD DARF ZUM VERKAUF AUSGEDRUCKT WERDEN, AUCH NICHT IN EINEM ANDEREN LAND. Ba'Midbar/In der Wüste/„4.Mose” 11,4 „Wer wird uns Fleisch zu essen geben? Wir erinnern uns der Fische, die wir kostenlos aßen in Mitzráim/Ägypten, der Gurken, der Melonen, des Lauchs, der Zwiebeln und des Knoblauchs”

KOMMENTAR DER PARASCHÁH

DER LANGE WEG VON DER NACHT ZUM TAG

 

 

Diese Parascháh beschreibt die lange Reise des jüdischen Volkes von der Sklaverei in Mitzráim zur Freiheit in Israel, dem Verheißenen Land. Dies ist, abgesehen von der Reise eines ganz bestimmten Volkes, auch ein Bild unseres Lebens, des Lebens jedes einzelnen Menschen, der in tiefster Finsternis geboren wird. Diese Finsternis ist sowohl geistlicher, wie mentaler und biologischer Art: an Mitzráim gebunden, versklavt, gebunden an Süchte, Materialismus und das Fleisch mit seinen wechselnden egoistischen Wünschen.

Es ist eine physische Reise, die einer mentalen und geistlichen Reise vergleichbar ist, die jedem Menschen offen steht. Wir werden in der Nacht der Seele und des Geistes geboren, verloren und ‘ohne Hoffnung in der Welt‘ (Eph.2,12), Sklaven Nimrods mit seiner Vielgötterei und götzendienerischen Religion, mit Tausenden von Göttern, voller Lügen und Betrügereien, mit dem Trost ‘des Fleisches, der Gurken, der Melonen, des Lauches, der Zwiebeln und des Knoblauchs‘, die wir Erbärmlichen so vermissen, wenn wir sie nicht haben. Elohim bietet uns Man hú (Manna) (von mah/מַה = was? und hú/הוּא=er = „was ist das?“) an. Dieses Man repräsentiert unser geistliches Leben, die Nahrung, die von Oben/mi le‘Málah, kommt. Aber wir trauern dem Fleisch und den Zwiebeln nach.

Die Fragen unseres Lebens sind: Um was werden wir bitten, Fleisch oder Man?, und: Wie lange werden wir noch das Fleisch und den Knoblauch vermissen?

Elohim hat den Tag so geschaffen, dass er mit der Dunkelheit der Nacht beginnt und dann kommt das Morgengrauen und kündigt das Licht und die Wahrheit an. Die Welt bietet uns einen Tag, der in der Dunkelheit beginnt, und in der finstersten Dunkelheit endet. Die ewige Frage ist: Nach wem richten wir uns? Welchen Tag wählen wir, den Elohims oder den der Welt?

Für Israel begann der Tag in der Sklaverei in Mitzráim, in der harten, unbezahlten Sklavenarbeit, aber mit dem Köder des Fleisches und Knoblauchs –Nahrung der Menschen auf der niedrigsten geistlichen Stufe. Elohim will aber nicht, dass Seine Kinder auf dieser Stufe bleiben. Er will sie nach Israel, dem Verheißenen Land, bringen. Er will sie aus Seiner Hand mit dem Himmels-Man ernähren. Dazu müssen wir Ihn und Seine Nahrung jedoch verstehen. Und um sie zu verstehen, müssen wir durch die Wüste hindurch, durch Bedürftigkeit, durch das Nichts, durch Einsamkeit und Angst, durch den Hunger und die Leere Sinais, die unsere Einsamkeit und Angst noch vergrößern, weil wir uns einsam, arm und verlassen fühlen.

Was wir noch nicht verstanden haben ist, dass Elohim uns bei der Hand nimmt, um uns zu prüfen, um zu sehen, ‘aus welchem Stoff wir gemacht sind‘ und was in uns steckt. Diese Wüste ist unser derzeitiges Leben. Wenn Sie sich einsam, arm, verängstigt und von Elohims Hand verlassen fühlen, seien Sie getrost, denn Sie sind auf dem Weg nach Israel, auf dem Weg ins Verheißene Land. Sie müssen nur die Augen aufmachen und die Landschaft erkennen, dann werden Sie sehen, dass nur noch wenig fehlt, um anzukommen. Haben Sie nur noch ein wenig mehr Vertrauen/Bitachón/בּיִטַחוֹן in Ihn.

Der lange Weg von der Nacht zum Tageslicht ist auch der lange Bekehrungsweg vom Gói/Heide/Götzendiener (der von vornherein verloren ist) zur Rettung, um durch den Glauben ein Jude/Jehudí, ein ‘Anbeter ADONAIs‘ (das ist es, was das Wort Jehudí = Jude bedeutet), zu werden.

Im Prinzip bietet Elohim uns zwei Wege an. Der erste, von Mitzráim nach Knáan/‘Kanaan‘ mit Zwischenstationen in der Wüste unseres Lebens. Der andere Weg ist jener, den das jüdische Volk im 1. Jahrhundert unserer Zeitrechnung Gelegenheit hatte, zu beschreiten: vom fleischlichen Juden (nach der Herkunft) zum geistlichen Juden – indem er Ieschúa ha‘Maschíach annimmt. Der Kampf besteht (wenn Sie erst einmal in Knáan sind) nun darin, Knáan in Israel zu verwandeln. Dies ist ein Kampf ohne Kaserne und ohne Kriegsgefangene, ein Todeskampf gegen das Fleisch, gegen die Sünde, ‘gegen die sieben Völker, die Knáan bewohnen‘ und unser Inneres. Wer den Sieg erringt, wird geistlicher Jude/Jehudí und bewohnt ‘das Land darin Milch und Honig fließt‘. Wer versagt, verliert alles.

Die Reise von Mitzráim nach Knáan ist nicht nur physisch und geistlich, sondern auch mental. Zwischen dem Anbeten der ‘Götter‘ in Mitzráim und dem Anbeten des Einzigen Wahren Elohim liegen Welten. Aber außer dem geistlichen Aspekt, ist da auch das mentale Universum, in dem wir uns tagtäglich bewegen. Der Einwohner Mitzráims träumt von Fleisch und Zwiebeln. Der Einwohner Israels träumt vom Man aus der Hand Elohims und will jeden Tag seine Portion bekommen. Im Mentalen bedeutet Man hú eine andere Welt. Es ist die geistliche Welt der unsichtbaren Dinge, der ewigen Dinge, jener Dinge, die niemand ersehnt, weil er sich ihrer Existenz gar nicht bewusst ist und kein Interesse an ihnen hat. Wer in Knáan lebt, denkt an Man und an Elohim, weil sein Verstand mit geistlicher ‘Kernseife‘ gewaschen und mit einer geistlichen ‘Bürste‘ abgebürstet und der Dreck entfernt worden ist.

Wir messianischen Juden in aller Welt, sollten schon in Israel leben und ‘die sieben feindlichen Völker‘ besiegt haben und Knáan seit Jahren, als wir Ieschúa als Messias angenommen haben, hinter uns gelassen haben. Wo wohnen Sie? Kämpfen Sie immer noch gegen ‘die sieben Völker‘, oder leben Sie mental schon in Israel?

Wer in Mitzráim lebt, hat ganz andere Ziele und Ambitionen als der, der in Knáan, oder besser noch in Israel lebt. Wer in Mitzráim lebt, läuft fleischlichen Ambitionen nach. Wer in Israel lebt, denkt an das ewige Leben, das in seiner Reichweite ist.

Die Reise durch die Wüste ist die Reise unseres derzeitigen Lebens. Eine Reise, dessen Ziel wir dunkel ausmachen können – Elohim kennen lernen. Wir stolpern jedoch ständig über die Steine in der Wüste unseres Lebens. Und darüber hinaus vermissen wir auch noch dauernd das Fleisch und die Zwiebeln. Dies ist das Absurde unseres Weges durch die Wüste. Die Vergangenheit ist ganz klar: Mitzráim. Die Zukunft ist auch ganz klar: Israel. Das Problem liegt ‘nur‘ in der Nacht der Wüste: überall in der Ferne heulen Hyänen, Skorpione tauchen aus dem Sand auf, um uns zu stechen und Schlangen reden schlecht über uns, um uns zu Fall zu bringen, wie die sprechende Schlange im Garten/Gan Éden.

Stellen wir uns jedoch das jüdische Volk vor Augen: es stellte sich all dem und kam trotzdem ans Ziel. Es musste durch alle möglichen Schwierigkeiten hindurch und kam doch, wie Elohim es vorherbestimmt hatte, am Ziel an.

Auch Sie werden ans Ziel gelangen, weil auch Sie dazu vorherbestimmt sind. Hier taucht nun eine lebenswichtige Frage auf: Können wir unsere Reise durch die Wüste beschleunigen und verbessern?

UNSERE REISE BESCHLEUNIGEN

Unser Wandern durch die Wüste kann effektiver und leichter gemacht werden, als es normalerweise ist und für das jüdische Volk war. Diese Beschleunigung beinhaltet mehrere Faktoren:

UNTERORDNUNG

Der 1. Faktor ist: unsere Unterordnung unter Seinen Willen. Wir sollten AKZEPTIEREN, dass Elohim uns in die Wüste gestellt hat und dass wir so gut und schnell wie möglich nach Knáan kommen sollen. In diesem Annehmen liegt potenziell Heilung und Freude/Óscher, weil es uns mentalen und sogar geistlichen Frieden/Schalóm bringt, zu wissen, dass wir Seinen Willen tun, indem wir alles, was uns passiert, annehmen. Uns Seinem Willen unterzuordnen ist ein mächtiger Beschleuniger, der uns ermöglicht, uns mit hundert Stundenkilometern vorwärts zu bewegen, statt mit fünf (d.h.: zu Fuß). Diese Unterordnung beginnt damit, ALLES, was uns tagtäglich passiert, anzunehmen.

Annehmen und um Weisheit/Chachmáh bitten, um zu verstehen, warum uns passiert was uns passiert, wird uns bei unserem Durchzug durch die Wüsten (unseres Lebens)  den Sieg bringen. Wenn wir jedoch um Weisheit/Chachmáh bitten, aber keine Unterordnung noch Annahme an den Tag legen, werden wir auch die Weisheit/Chachmáh, um die wir gebeten haben, nicht bekommen, weil wir schon unweise handeln, wenn wir uns nicht unterordnen. Da wird es schwer sein, jemals Weisheit/Chachmáh zu erhalten.

PROPHETIE

Eine weitere Art, unser Wandern durch die Wüste zu beschleunigen, ist: die Prophetie/Nevuáh. Wie in 1.Kor.14,1 steht: “Es wäre besser, alle hätten Prophetie…”; denn die Stimme ADONAIs zu hören ist das Beste, was uns passieren kann. Die Kommunikation mit ADONAI (hin und zurück) ist die Quelle aller Offenbarung und aller Wahrheit und folglich Anfang und Ende unseres Umherirrens durch die Wüste. Wer von Seiner Stimme begleitet wird, hat nichts zu befürchten, weil ADONAI uns alles erklärt, was wir wissen wollen oder sollen, alles, wovor wir Angst haben, was uns Sorgen macht. Elohím ist ein liebevoller Vater, der Seine Kinder mit Seiner Stimme streichelt. Wer Seine Stimme hören kann, irrt nicht mehr in der Wüste umher, sondern bewegt sich wie auf einer Autobahn!

„Bittet so wird euch gegeben! Klopft an, so wird euch aufgetan!“ (Mt.7,7; Lk.11,9).

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