Unsere Umgebung mit den Augen Elohíms wahrzunehmen kann man erreichen mit Gebet, und wenn Elohím sieht/meint, dass wir bereit sind, etwas für Ihn damit zu tun, und wenn es nicht nur eine unserer Launen ist, wie ein neues Spielzeug. Er möchte und braucht Menschen, die bereit sind, für Ihn zu arbeiten in Dingen wie: Gebet, Fürbitte, Befreiung, Seelsorge, Leitung. Aber Er braucht Sklaven, die nicht ihren eigenen Willen tun, sondern Seinen. Sind Sie bereit, ein Sklave Elohíms zu sein?
Oder wollen Sie nur Wunder erleben als Zeitvertreib, wie jemand, der sich ein I-Pod kauft, das gerade frisch auf den Markt gekommen ist, um Dinge zu sehen, die man vorher nicht sehen konnte? Alles hängt von unserer Absicht ab, wie beim König Schlomóh, der nicht um Gold oder Diamanten bat, sondern um Weisheit, und nicht um besser „investieren“ zu können, sondern um das Volk Israel, das Volk Elohíms zu führen.
Wenn wir für jemanden beten, ist es für ein gutes Gebet unerlässlich, Seine Stimme zu hören, um zu wissen, was diese Person wirklich hat, und was wir mit ihrem Problem tun sollen. Wir können natürlich menschliche Entscheidungen treffen und menschliche Dinge beten! Doch gerade das ist: „menschliche Augen“ und nicht die Augen Elohíms haben. Wenn wir für jemanden beten und die Augen Elohíms haben, sehen wir Dinge, die nur ein Seher sehen kann, wie etwa ein bestimmtes Problem, das vielleicht das Leben desjenigen, für den wir beten, blockiert, und derjenige hat vielleicht nicht einmal eine Ahnung davon. Oder er vermutet es, kann aber nicht wirklich wissen, was wirklich mit ihm los ist.
Wie gesagt, die Augen Elohíms zu haben bedeutet nicht nur zu sehen, was im physischen Universum nicht zu sehen ist, sondern denjenigen, den wir befreien oder für den wir beten, wie ein offenes Buch zu sehen, viele Dinge zu verstehen, die derjenige selber oft nicht einmal weiß, vielleicht nur ahnt. Das mag eine Neigung zu etwas sein, oder ein Defekt, den er korrigieren möchte aber nicht weiß wie. Doch Elohím weiß wie und wenn derjenige möchte, sagt Elohím es uns und dann können wir ihm helfen, das Problem, das ihm das Leben vielleicht schon jahrelang vermiest hat, loszuwerden.
Wie weiter oben schon gesagt, nicht nur in der Ggenwart, sondern in der Vergangenheit und in der Zukunft desjenigen, für den wir beten oder den wir befreien.
Die Augen Elohíms zu haben bedeutet auch, dem anderen die Wirkungen oder Strategien weitersagen zu können, die nötig sind, um das Problem beheben zu können, das dieser hat, sei es psychologisch, physisch oder zwischenmenschlich. Oft haben wir gestaunt über die Reichweite von dem was Elohím uns für einen Einzelnen gesagt hat, da wir es mit unseren geistlichen Augen schon sehen konnten bevor es geschah. Dies macht den Erfolg noch interessanter, den die Person haben wird, weil Elohím uns die Augen geöffnet hat um mit Seinen Augen zu sehen und nicht mit unseren eigenen.
Wir sollten Elohím bitten, mit Seinen Augen statt mit unseren zu sehen und uns nicht wundern über die positiven Veränderungen, die in unserem Leben beginnen werden zu funktionieren.
WAS BEDEUTET, EIN WEISES UND VERSTÄNDIGES HERZ ZU HABEN UND WIE BEKOMMT MAN ES?
Das zweite, was Elohím Schlomóh gab war „ein weises und verständiges Herz“. Weisheit/Chachmáh ist etwas sehr wertvolles, was Elohím uns geben kann wenn wir Ihn darum bitten. Es ist fast oben auf der Liste der Geister/Ruachót in Jes.11,2 (gleich nach dem Heiligen Geist/Rúach ha’Qódesch, von dem es ein Teil ist). Diese Ruachót/Geister können durch die jüdische Menoráh (siebenarmiger Leuchter) dargestellt werden, welche diese sieben „Ruachót“ wiederspiegelt, vornan der Geist der Weisheit/Rúach Chachmáh. Weisheit ist nicht nur „wissen“, sondern vor allem „können“ und „zu wissen, was wann zu tun ist“. Das simple Wissen ist im Geist des Verstehens/Rúach Bináh inbegriffen (nach dem Geist der Weisheit), (manchmal fälschlich als „Intelligenz“ übersetzt).
Wir können alle sieben haben, solange wir um den letzten bitten: den Geist der Furcht vor ADONÁI/Rúach Irát ADONÁI, dessen Flamme sich auf der rechten Seite an der Menoráh befindet. „Die Furcht vor ADONÁI ist der Anfang der Weisheit“ steht im Tanách in Mischléi/Sprüche 9,10. Und so ist es wahrhaftig. Wer um den Geist der Furcht vor ADONÁI/Rúach Irát ADONÁI bittet, bekommt ihn. Und indem er ihn bekommt, bekommt er gleichzeitig das Recht, um die anderen fünf Geister/Ruachót zu bitten und sie zu bekommen - da wir messianischen Juden den Heiligen Geist/Rúach ha‘Qódesch bereits haben.
Was nützt es uns, den Geist der Weisheit/Rúach Chachmáh zu haben? Nicht nur, um zu wissen, sondern auch um zu wissen, wie und wann zu handeln ist, und wie und wann nicht. Er bietet uns nicht nur Weisheit/Chachmáh, sondern auch aktive und entschlossene Chachmáh, die uns hilft, uns im Alltag zu bewegen mit der Weisheit/Chachmáh Elohíms und nicht mit unserer eigenen, die im Vergleich zu der Elohíms wenig bis nichts taugt.
Außerdem hilft uns der Geist der Weisheit/Rúach Chachmáh, die Toráh, den Tanách und den Erneuerten Bund zu verstehen, die uns mit Erkenntnis füllen kann, die wir vorher nicht hatten. Wie viele wissen, ist im Judentum die Rede von PaRDeS, ein Akrostikum der vier Kenntnis-Ebenen: Paschút=simpel, oberflächlich; Rémetz=Andeutung; Drásch=Erklärung, Auslegung; und Sod=geheim. Zu diesem letzten ist es wichtig klarzustellen, dass es zwei Sod-Ebenen gibt: eine Ebene, die Elohím uns offenbaren möchte, und eine Ebene, nach der wir nicht einmal fragen sollen, da es uns verboten ist, davon wissen zu wollen.
Ein Beispiel dieser zweiten Sod-Ebene ist die Kabaláh. Es ist eine Sod-Ebene, aber die falsche! Sie kommt nicht von Elohím und wir sollten sie nicht studieren, noch derlei Bücher in unserer Wohnung haben, noch im Internet nach derlei Artikeln suchen. Uns ist bewusst, dass in diesem Punkt wenige mit uns einig sind, aber was zählt ist nicht, wer mit uns einig ist, sondern die Wahrheit zu sagen und zukünftigen Übeln vorzubeugen bei jenen, die fehlgeleitet werden in ihrem Wissensdurs - der im Grunde genommen sehr gut ist, wenn wir den guten Sod (der von Elohím kommt) vom falschen Sod (der nicht von Elohím kommt und uns in die Tiefen des Feindes/ha‘satan bringt) unterscheiden können.
Gerade den Unterschied zu verstehen ist es, was Weisheit/Chachmáh zu haben ausmacht, die Weisheit, die uns zeigt, was wir tun sollen und was NICHT, wie wir oben sagten.