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Jueves, 02 Noviembre 2017 21:41

PARASCHAH WA’IERÁ / UND ES ERSCHIEN

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DAS MESSIANISCH RENOVIERTE JUDENTUM IN GANZ LATEINAMERIKA, DEN U.S.A. UND EUROPA VERBREITEN

PARASCHAH 4
WA’IERÁ / וירא / UND ES ERSCHIEN

15. des achten Monats (Cheshván) des Jahres 5778
4. November 2017

Torahlesung: Be‘Reschít/Am Anfang/„1.Mose” 18:1-22:24
Haftaráh: 2. Könige 1,1-31

Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe
(aus dem Spanischen übersetzt von MK)

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Be‘Reschít/Am Anfang/„1.Mose” 21,2-3: „Und Saráh empfing und gebar dem Avrahám einen Sohn in seinem Alter, zur bestimmten Zeit, wie ihm Elohím (durch den Engel/Málach) versprochen hatte. Und Avrahám nannte seinen Sohn, der ihm geboren ward, den ihm Saráh gebar, Itzcháq/יצחק (er lachte)“.

Mischléi/Sprüche 22,6 „Gewöhnt man einen Knaben an den Weg, den er gehen soll/Chanóch le‘Naár al-Pí Darko, so lässt er nicht davon, wenn er alt wird!“

KOMMENTAR DER PARASCHÁH
CHINÚCH: UNSERE KINDER UND ENKEL TRAINIEREN, WIE SIE WERDEN SOLLEN

Im Tanách sehen wir, wie Avrahám (Patriarch der Nation Israel) die ihn Umgebenden mit seinem Vorbild dazu trainierte, zu sein, wer sie sein und was sie tun sollten, von seinen Kindern und Enkeln bis zu seiner Ehefrau.

„Chinúch“ bedeutet „Erziehung“, „Training“ und „Einweihung“. Nichts ist so wichtig wie die Phase der Einweihung. Diese ist eine Richtschnur, nach der sich alles weitere richtet. Es ist die Landkarte, die uns die Richtung angibt. Im Leben eines messianisch-jüdischen Kindes oder Jugendlichen ist Chinúch die Einführung für unsere Kinder und Enkel zu einem messianisch-jüdischen Leben. 

Vom Chinúch aus erlebt das messianisch-jüdische Kind seinen Eintritt in alles, was das messianisch-jüdische Leben ausmacht. Alle Werte und Ideale eines messianischen Juden, wie beispielsweise das Vertrauen auf Elohím, das Studium der Toráh und des Erneuerten Bundes und die nötigen positiven Charaktermerkmale werden in den zartesten und einprägsamsten Jahren seines Lebens in die Seele des messianischen Juden geprägt: in der Kindheit. 

Das reiche kulturelle und mentale Erbe wird dem messianisch-jüdischen Kind von den Eltern durch Chinúch vererbt, durch die Erziehung und das permanente Training, während der ganzen Kindheit und Jugend, sowohl direkt wie indirekt (durch das gelebte Vorbild der Eltern). Diese direkte und indirekte Erziehung und Training werden unsere Kinder wiederum ihren eigenen Kindern weitergeben, in einer endlosen Erbkette, die zahllosen Segen Elohíms mit sich bringt, der von Seinem Thron aus alles überwacht. 

Ein Kind, das sich freudig und mit Enthusiasmus an ein Leben des Haltens der Gebote/Mitzwót Elohíms gewöhnt, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit denselben Weg wählen, wenn es erwachsen ist. 

Das Training/Chinúch formt das Kind in (von der Toráh aus gesehen) positiven Charaktereigenschaften, und nimmt (für Elohím) negative Charaktereigenschaften weg. Es formt eine messianisch-jüdische Seele mit Toráh-treuer und messianischer Perspektive, was die Natur und Rolle Ieschúas in unserem Leben angeht. Und mit dieser jüdischen und messianischen Sichtweise, bieten sich ihm die mentalen und emotionalen Mittel, um sich den Widerwärtigkeiten des Lebens zu stellen, um Elohím, Ieschúa und den Heiligen Geist/Rúach ha‘Qódesch zu lieben, und um ein unveränderliches, sehr festes Vertrauen auf Elohím zu haben, das es ihm ermöglicht, ein reiches messianisch-jüdisches Leben voller Offenbarungen und Lehren Elohíms zu leben. 

Unser Rébbe Ieschúa sagt in Matth.18,3: „Wahrlich, Ich sage euch, wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen!“ Was bedeutet das?, fragen wir uns oft, ohne den tieferen Sinn zu verstehen. Kinder sind (mental und emotional gesehen) wie ein Schwamm. Sie saugen alles auf was sie hören und sehen, ohne mit der Wimper zu zucken, ohne Diskusion, ohne Widerspruch. Und genau so sollten wir sein mit dem, was der Heilige Geist/Rúach ha‘Qódesch uns gibt und offenbart. 

DIE DREIZEHN TUGENDEN DES MESSIANISCH-RENOVIERTEN JUDEN

Im Judentum gibt es 6 herausragende Tugenden, die, gemeinsam mit den 7 im messianisch-renovierten Judentum, insgesamt mindestens 13 Tugenden bilden, die wir alle praktizieren sollten, und ganz besonders sollten wir sie unsere Kinder und Enkel und Mitglieder unserer messianischen Synagoge lehren. 

Diese sieben Tugenden im messianisch-renovierten Judentum sind: 

  1. uns so weit wie möglich Elohím nähern;
  2. der Wahrheit/Emét Elohíms folgen und nur dieser;
  3. die Weisheit/Chachmáh Elohíms suchen;
  4. friedvolle Gedanken haben;
  5. Schätze in den Himmeln sammeln;
  6. mit Ieschúa ha‘Maschíach in uns verbunden leben und Seinen Willen (nich unseren eigenen) tun;
  7. die Gebote Elohíms halten und aufhören, zu sündigen. 

Iaaqóv/Jakobus 4,8: „Nähert euch Elohím und Er wird sich euch nähern“.

1. Uns so weit wie möglich Elohím zu nähern, sollte unsere erste und oberste Priorität sein, denn dies ist die Grundlage unseres künftigen Lebens mit Ihm in den Himmeln, für ewig. Wenn wir dies nicht anstreben, hat alles andere keinen wirklichen Wert, weil wir keine Beziehung haben werden, auf die wir unser geistliches Leben aufbauen können. Und so hat alles weitere keine Bedeutung, egal wie gut wir in anderen Dingen oder Bereichen sein mögen. Über diesen Punkt sollten wir gut nachdenken und die Entscheidung treffen, unsere Richtung Ihm anzupassen: alles uns mögliche zu tun, um uns Ihm zu nähern in unseren Gedanken, in unserer Unterhaltung mit Ihm, und in unserem mentalen und emotionalen Leben mit Ihm. Alles gründet sich auf die Erkenntnis, dass dies unsere oberste Priorität sein muss. Und hierauf gegründet sollten wir alles in unserer Macht Stehende tun, um dies zu erreichen. In Luk.9,25 heißt es: „Denn was hat ein Mensch davon, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sich selbst verliert oder unheilbaren Schaden nimmt?“

Eph.4.15 „…wenn Elohím will, dann werden wir leben und dies oder jenes tun“. 

2. Der Wahrheit/Emét Elohíms und nur Seiner Wahrheit zu folgen ist eines der wichtigsten Dinge, die wir tun können, nachdem wir uns Ihm so weit wie möglich genähert haben. Es gibt viele „Wahrheiten“, aber es gibt viel mehr Wahrheiten, die mit einer großen Menge Unwahrheit, Lüge und Betrug vermischt sind, die der Feindes/ha‘satán uns anbietet, um uns durcheinander zu bringen und damit wir nicht zur Wahrheit Elohíms durchdringen. Dies sollten wir verstehen und akzeptieren. Und dann sollten wir uns entschließen, Seine Wahrheit/Emét zu suchen und uns mit nichts weniger als Seiner Wahrheit/Emét zufrieden zu geben, koste es was es wolle. Der Preis dafür ist nämlich meist sehr hoch: Ablehnung durch die uns Umgebenden, oft vonseiten unserer Familienangehörigen und fast aller Bekannten, aus diesem oder jenem Grund – welche die Beziehung mit uns abbrechen, weil wir „verrückt“ geworden sind oder „komisch“ oder „religiöse Fanatiker“ (selbst wenn sie selbst es genauso sind). 

Iaaqóv/Jakobus 3,17 „Die Weisheit von oben aber ist erstens rein, sodann friedfertig, freundlich, folgsam, voll Erbarmen und guter Früchte, nicht schwankend und ohne Heuchelei“

3. Die Weisheit/Chachmáh Elohíms zu suchen sollte unser nächster Schritt sein, nachdem wir die ersten beiden getan haben und praktizieren, denn hier befinden sich wortwörtlich(!) die am besten gehüteten Geheimnisse des Universums. Die Weisheit Elohíms kommt durch Offenbarung. Wir sollten um den Geist der Offenbarung/Rúach Hitgalút bitten, um uns den Wahrheiten zu nähern, die Elohím für uns hat. Es gibt auch noch andere Wahrheiten, die nicht für den Menschen bestimmt sind, obwohl viele Menschen gerade nach diesen suchen und sie durch die „Freundlichkeit“ ha‘satáns (wie New Age und vielerlei Religionen, und Kabaláh) finden. Dies sind Geheimnisse, die wir nicht ergründen sollen, welche viele Menschen jedoch betrogen sind, zu suchen, weil sie den Unterschied nicht erkennen, zwischen von Elohím zu entdecken Erlaubtem und und dem, was wir unter keinen Umständen ergründen, sondern ganz im Gegenteil meiden sollen. 

Phil.4,7 „Und der Friede/Schalóm Elohíms, welcher höher ist als alles Verständnis, bewahre eure Herzen und Gedanken in Maschíach Ieschúa“.

4. Friedvolle Gedanken haben und jegliche negative Gedanken und Gefühle, die uns schaden (selbst wenn wir das nicht merken), loswerden. Unser Tag wird wie wir wollen, nicht nach den Umständen oder was uns passiert. Wenn wir den festen Willen haben, wird unser Leben voller Schalóm Elohíms sein, da wahrer, geistlicher Friede/Schalóm nur von Ihm kommt. Und so werden wir frei von den negativen Gedanken und Gefühlen, die uns verfolgen und verückt machen. 

Matth.6,20 „Sammelt euch aber Schätze in den Himmeln, wo weder die Motten noch der Rost sie fressen, und wo die Diebe nicht nachgraben und stehlen“. 

5. Schätze in den Himmeln sammeln. Diese Schätze existieren und werden in Vers 21 suggeriert: „Denn wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz“. Was befindet sich in unserem Herzen dieses Jahr? Das ist die Millionen-Dollar-Frage. Wenn wir z.B. ein neues Auto oder ein neues Haus ersehnen, dann befindet sich unser Herz am falschen Platz. Wenn wir uns jedoch eine bessere Beziehung zu Elohím wünschen und die Geschenke des Gestes/Matanót ha‘Rúach (z.B. das Geschenk der Prophetie = die Stimme Elohíms hören), dann liegen wir richtig. 

Iochanán/Joh.17,23: „Ich in ihnen und Du in Mir, auf dass sie vollkommen eins/echad seien, damit die Welt erkennt, dass Du Mich gesandt hast…“

6. Mit Ieschúa ha‘Maschíach in uns verbunden leben und Seinen Willen (nicht unseren eigenen) tun. Elohím ist aus mehreren Gründen als Ieschúa gekommen. Einer davon, und zwar einer der wichtigsten ist: um uns von innen heraus, von unserem Geist aus zu dirigieren, indem Er in uns lebt. Und wir sollen unsere fleischlichen Wünsche aufgeben und auf Seinen Willen (nicht unseren eigenen) ausgerichtet leben. Wenn wir das schaffen, haben wir den Gipfel der Geistlichkeit erreicht, denn dann werden wir permanent, jede Minute von Elohím „in Ieschúa gekleidet“ geleitet. 

1.Joh.3,4 „Jeder, der Sünde tut, übertritt die Toráh, und Sünde ist Übertretung der Toráh“. 

7. Die Gebote halten und aufhören, zu sündigen. Elohím hat uns die Gebote nicht nur zum Lesen gegeben. Er hat sie auch nicht nur den Juden nach der Herkunft (wie den Orthodoxen Juden) zu halten gegeben. Elohím hat sie gegeben, damit auch die messianischen/messianisch-renovierten Juden sie halten so gut sie können, und so aufhören, zu sündigen, sowohl mental, wie verbal, wie im Handeln. Diese siebte Tugend hat viel mit den sechs Tugenden des (nicht-messianischen) Judentums zu tun. 

Die sechs Tugenden des (nicht-messianischen) Judentums sind: Gastfreundlichkeit/Hachnasát Orchím; Krankenbesuche/Bikúr Cholím; Toráh-Studium; Erziehung und Training unserer Kinder (und Enkel); sich versammeln zum Gebet; milde urteilen über unseren Nächsten/Réa. 

Avrahám ist ein klassisches und sehr gutes Beispiel von Gastfreundlichkeit gegenüber Besuchern/Hachnasát Orchím. Wie ihn hat es kaum einen gegeben in der Geschichte des jüdischen Volkes, der so fleißig Gastfreundschaft geübt hätte. Davon lesen wir in dieser Parascháh: von der Bewirtung der Gäste, die in diesem Fall Engel/Malachím Elohíms waren! Wir können nicht wissen, wann ein Gast/Oréach in Wirklichkeit ein Engel/Málach Elohíms ist, und vielleicht werden wir es nicht erfahren bis wir in Seiner Gegenwart sind. Vielleicht haben wir schon einen Málach zu Besuch gehabt, es aber nicht gemerkt, wie in Hebr.13,2 steht: „Gastfrei/hachnasát Orchím zu sein vergesset nicht; denn dadurch haben etliche ohne ihr Wissen Engel/Malachím beherbergt“. In der Zeit Avraháms war dies wesentlich wichtiger als in unserer Zeit. Der Gast/Oréach kam aus der Wüste und war normalerweise hungrig und durstig, müde und brauchte Schlaf. Das ist bei den Gästen in unserer Zeit normalerweise nicht der Fall. Trotzdem sollten wir daran denken, unsere Gastfreundlichkeit zu intensivieren, und sie besonders unsere Kindern und Enkel praktisch lehren, damit sie nicht nur davon reden hören, sondern sie auch sehen. 

Wenn wir uns angewöhnen, dieses Training/Chinúch an uns selbst zu üben und mit unseren Kindern und Enkeln, dann bauen wir am Fundament eines großen Gebäudes, das jedes Erdbeben aushalten wird, sei es emotional oder physisch, weil es durch Elohím persönlich gestützt wird, der uns Kraft geben wird und unseren Nachkommen, die (ohne zu wissen woher) gesegnet sein werden mit großem Segen Elohíms.

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