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Viernes, 29 Septiembre 2017 05:58

SPEZIALPARASCHÁH IÓM HA'KIPURÍM

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DAS MESSIANISCH RENOVIERTE JUDENTUM IN GANZ LATEINAMERIKA, DEN U.S.A. UND EUROPA VERBREITEN

SPEZIALPARASCHÁH
IÓM HA'KIPURÍM

10. des siebten Monats (Tischri) des Jahres 5778
30. September 2017

Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe
(aus dem Spanischen übersetzt von MK)

Copyright © 2017 von Julio Dam. Wir laden unsere Leser ein, unsere Website im Internet zu besuchen: www.beitshalom.org. Dort können Sie viele kostenlose Artikel und Paraschót und Bücher in spanisch, englisch und deutsch finden. Alle Urheberrechte vorbehalten. Reproduktion, Verkauf oder Vertrieb im Internet ohne schriftliche Erlaubnis des Autors verboten. Wenn Sie die Lehre dieser Parascháh ins Internet stellen, ausdrucken oder mündlich wiedergeben, müssen Sie den Namen des Autors und die Identifikationsdaten erhalten und erwähnen. Die Missachtung dieser Rechte des Autors wird von Elohím geahndet.

KOMMENTAR DER PARASCHÁH

Das Ióm ha‘Kipurím-Fest/Moéd ist eine Feierlichkeit die uns zum letzten der drei großen Jahresfeste, Sukót (das Laubhütten-Fest), bringt und das genau zehn Tage nach dem kürzlich gewesenen Ióm Teruáh (Tag des stockenden Schofarblasens) stattfindet. Während Ióm Teruáh die Warnung Elohíms ist, unseren Wandel in Ordnung zu bringen, ist Ióm ha‘Kipurím der Tag, an dem wir, nachdem wir für unsere Sünden um Vergebung gebeten haben, Vergebung erhalten. Und im Fall der messianischen und messianisch-renovierten Juden bedeckt das von Ieschúa am Olivenbaum vergossene Blut die Sünden diesen Jahres (nicht zukünftiger Jahre), wenn wir Ihn darum bitten.

Diese zehn Tage (zwischen Ióm Teruáh und Ióm ha‘Kipurím) werden Iamím ha‘Noraím (die schrecklichen Tage) genannt, weil sie unsere geistliche Bestimmung für dieses Jahr besiegeln: Wenn wir unsere Angelegenheiten mit Elohím, unseren Familienangehörigen, Glaubensgeschwistern und anderen Mitmenschen in Ordnung bringen, vergibt Elohím uns. Wenn nicht, dann nicht. Dies sind Tage der Umkehr/Teschuváh, Tage, um „umzukehren zu Elohím und zu sein, wer wir sein sollten“.

An Ióm ha‘Kipurím darf nichts gegessen noch getrunken werden (außer im Fall von Kranken, Säugenden und Kindern unter 12 Jahren, die NICHT fasten sollten). Auch Geschlechtsverkehr ist untersagt, sowie Arbeiten, Telefon-beantworten, Internet-benutzen und Fernsehen. Dies ist DER EINZIGE von Elohím vorgeschriebene Fasten-Tag in der ganzen Toráh.

Das Wort „Teschuváh“ kommt von „laachschóv“, und bedeutet „umkehren“. Es gibt eine geistliche und mentale Stellung: auf dem Geraden Weg sein mit Elohím und den Anderen, rechtschaffen sein im Verhalten, und sein, wer wir nach dem Willen Elohíms schon immer zu sein bestimmt waren – durch intensive Buße und Umkehr und um Vergebung bitten. Dieses „Umkehren“ zu unserer „Bestimmung“ ist: „Teschuváh“ machen.  

Jemand erwähnte einmal eine aus drei Worten bestehende „Formel“: “Vergib, vergiss lebe!” (VVL). Dies ist ein guter Rat, für eine positive Lebenseinstellung und, um der Freude/Óscher und Elohím so nahe wie möglich zu kommen. Zu vergessen ist für den Menschen eines der schwierigsten Dinge. Wir Menschen haben die Neigung, ganz besonders das, was andere uns Schlimmes angetan haben, immer wieder aufzuwärmen und wiederzukäuen. Zu lernen, diese quälenden Gedanken abzuweisen (wie die Fliegen im Mittleren Osten, die besonders hartnäckig sind und sich einfach nicht verscheuchen lassen), ist ein großer Fortschritt auf unserem Weg zum so ersehnten inneren Frieden/Schalóm und Freude/Óscher.

Der zweite Schritt ist: allen zu vergeben, die uns etwas angetan haben. Diese Tage sind besonders geeignet, diese Wunden in unserem psychischen Herzen noch einmal zu untersuchen und zu heilen. Manche von uns tragen solche Wunden schon zwanzig, dreißig oder gar fünfzig Jahre mit sich herum (vielleicht von Kindheit an), und haben nie etwas getan als nur, sie wiederzukäuen und in Gedanken aufzufrischen, und immer kranker zu werden. Auch uns selber müssen wir vergeben! Keiner ist perfekt außer Ieschúa, und wir brauchen nicht zu versuchen, es zu sein, weil das unmöglich ist. Wir sollten Elohím um Vergebung bitten für das, was wir HEUTE sind, und Ihn darum bitten, uns von Jahr zu Jahr zu verbessern.

Der dritte Schritt ist: heute zu leben. Wie würden Sie den heutigen Tag leben, wenn Sie wüssten, dass es Ihr letzter ist? Beantworten Sie sich selbst diese Frage und Sie werden wissen, wie Sie jeden einzelnen Tag Ihres Lebens leben sollten. Wir sollten unser Leben so leben, als sei dies der letzte Tag unseres Lebens: leben, ohne zurückzuschauen und ohne uns Sorgen über die Vergangenheit zu machen. Wir sollten das Jetzt und in der Gegenwart leben.

Ein Rabbiner vergangener  Jahrhunderte sagte, wir sollten einen Tag vor unserem Abscheiden um Vergebung bitten. Seine Jünger/Talmidím wendeten natürlich ein: „Wie soll man denn wissen, welches der Tag vor unserem Tod ist?“ „Genau deshalb“, antwortete der Rabbiner, „sollte man jeden Tag seines Lebens um Vergebung bitten.“

Diese Tage vor Ióm ha’Kipurím sind sehr gut dafür geeignet, unsere begangenen Fehler zu analysieren. Nehmen Sie sie unter die Lupe! Fragen Sie sich: „Was habe ich falsch gemacht, das ich nächstes Mal, wenn ich wieder vor demselben oder einem ähnlichen Problem stehe, besser machen kann?“ Wir sollten uns nicht schämen, Fehler gemacht zu haben. Fehler sind ein guter Lehrmeister für das nächste Mal. Wir machen alle Fehler. Aber nur der Dumme macht DIESELBEN Fehler mehrmals.

Außerdem sind diese Tage sehr gut dafür geeignet, Fehler und Täuschungen, in denen wir schon jahrelang gefangen sind, loszulassen und abzulegen und zu beginnen, in der von Elohím offenbarten Wahrheit zu wandeln. Diese Wahrheit empfängt nur derjenige, der bereit und willig ist, sie zu empfangen, der sich nach ihr sehnt. Die Wahrheit kommt NICHT zu dem, der „Wichtigerem“ nachläuft (wie z.B.: Erfolg, „in-sein“ oder Freundschaften). Die Wahrheit hat einen sehr hohen Preis! Oft ist dies: Einsamkeit, Ablehnung und Isolierung. Sind Sie bereit, diesen Preis zu zahlen, um die Wahrheit Elohíms zu haben? Diese Tage bis Ióm ha’Kipurím sind entscheidende Tage, um diesbezüglich einen Entschluss zu fassen. Wir sollten zu Elohím beten, Ihn bitten im Namen Ieschúa ha‘Maschíachs, dass Er uns Seine Wahrheit und Seinen inneren Frieden/Schalóm gibt, der daher kommt, dass wir all jenen vergeben, die uns beleidigt, beraubt oder geschadet haben. Begraben Sie all diese schädlichen Gedanken auf dem „Friedhof für negative Gedanken“, und beginnen Sie ein neues Leben mit Elohím. Er möchte Ihnen große Geheimnisse und große neue Dinge zeigen – wenn Sie sich entschließen, die alten loszulassen.

Der vierte Schritt ist: die Sorgen zurückzulassen, egal welche das sein mögen. Viele sorgen sich um ihre Finanzen, Gesundheit, Familie und vieles mehr, was einen überfällt und nicht die Ruhe gibt, die Elohím uns wünscht. Überlassen wir Ihm doch all unsere erdrückenden Probleme, und bitten wir Ihn um Seinen Frieden/Schalóm. „Nehmen wir die Probleme auseinander“, und untersuchen wir, was wirklich hinter oder in ihnen steckt. Die meisten unserer Sorgen oder Befürchtungen treffen nie ein. Doch manche von uns sind so veranlagt, dass sie sich zu viel sorgen. Andere dagegen sorgen sich um gar nichts. Ich denke, dass beide Extreme nicht gut sind. Wir sollten versuchen, alles täglich in die Hand Elohíms zu legen, und Ihn bitten, dass Er sich um unsere Probleme kümmert und uns Seinen Frieden/Schalóm gibt.

Worum wir uns in diesen Tagen wirklich kümmern sollten ist: das Laubhüttenfest/Sukót mental und seelisch rein zu erreichen (ohne schädliche Gedanken und Gefühle); und die Laubhütte/Sukáh mit reinem Herzen und voller Freude zu betreten, wie ein Kind, das nichts zu befürchten hat. Dies ist es, was wir in diesen Wochen anstreben sollten.

Dieser Tag ist besser bekannt unter dem Ausdruck: „Ióm Kipúr“. Dies ist jedoch jiddisch und nicht hebräisch.

WIE WIR IN DIESEN SCHRECKLICHEN TAGEN / IAMÍM HA‘NORAÍM UNSEREN TEMPEL REINIGEN SOLLTEN:

  1. UNSERE FEHLER BEKENNEN: dies ist der erste Schritt des Prozesses. Zugeben, dass wir vor Elohím gefehlt und gesündigt  haben.
  2. UMKEHREN, BUSSE TUN: nicht nur verbal, sondern, wie Elohím sagt, mit Worten, die aus der Tiefe unseres Herzens kommen. Dies bedeutet: uns demütigen, beten, Sein Angesicht suchen und vor Ihm alles bekennen, was wir falsch gemacht haben.
  3. ELOHÍM UM VERGEBUNG BITTEN UND VERGEBUNG ERHALTEN VON IHM: wir müssen Ihn für alles, was wir getan haben um Vergebung bitten und lernen, Seine Vergebung anzunehmen. In Irmiáhu/Jer.31,34 heißt es: „…denn Ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nicht mehr gedenken!“ Oft verstehen wir nicht, dass Elohím uns vergibt und vergisst. Selbst wenn die Folgen oft noch eine ganze Weile weiter da sind, hat Er uns schon vergeben, und wir sollen dies annehmen und vorwärtsgehen.
  4. JENEN VERGEBEN, DIE UNS BELEIDIGT HABEN UND JENE UM VERGEBUNG BITTEN, DIE WIR BELEIDIGT HABEN: hierzu sind wir nur fähig, wenn wir die Dinge mit Elohím schon geregelt haben. In Matth.5,23-26 haben wir die Anweisungen Ieschúas zum „um Vergebung bitten“.
  5. ZURÜCK-ERSTATTEN: soweit wir können, sollen wir den von uns geschädigten Personen den Schaden zurückerstatten.
  6. DIE ENTSCHEIDUNG TREFFEN, DAS FALSCHE KÜNFTIG ZU UNTERLASSEN: unser Handeln, Reden und Verhalten ändern. Nichts eignet sich dazu besser als zu beginnen, sich innerhalb der Gebote Elohíms zu bewegen, die uns genau aufzeigen, was wir tun oder lassen sollen.

DIES WIRD EINEN GROSSEN SEGEN FÜR UNSER LEBEN ZUR FOLGE HABEN:

  1. EINE NEUE UND TIEFERE BEZIEHUNG ZU ELOHÍM. Dies wird dazu führen, dass wir geistlich wachsen und die benötigten Veränderungen erreichen können.
  2. EINE VERÄNDERTE BEZIEHUNG ZU UNSERER FAMILIE UND ZU ALLEN MITMENSCHEN, ZU DENEN WIR EINE BEZIEHUNG HABEN. Wir werden Brücken wieder aufbauen können, die uns durch Wut, Zorn, Beleidigungen oder irgendein anderes Problem von jenen Mitmenschen entfernt haben, die einmal unsere Freunde waren und/oder uns Hilfe geleistet haben.
  3. Dies ist die Herausforderung, die Elohím uns in diesen Tagen anbietet: ELOHÍM WILL WIRKLICH, DASS WIR DAS GESCHENK DER VERGEBUNG, DER HEILUNG UND DER ERNEUERUNG, DIE ER FÜR UNS HAT, ANNEHMEN! Tun Sie das? Die Hilfe Elohíms ist an Ihrer Seite damit dieses Geschenk in Ihrem Leben zur Realität wird!

Möge Elohím Sie in dieser Zeit segnen und Ihr Angesicht aufleuchten lassen und Frieden/Schalóm in Ihr Leben bringen nach diesem Ióm ha’Kipurím!

 

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